Eine ehemalige Gaststätte in Leese brannte weitgehend nieder. Fotos: Witte

Eine ehemalige Gaststätte in Leese brannte weitgehend nieder. Fotos: Witte

Leese 19.01.2020 Von Uwe Witte

Ehemalige Gaststätte brennt nieder

Großeinsatz am späten Samstag: 110 Kräfte, 26 Fahrzeuge und zwei Drehleitern im Einsatz

Eine ehemalige Gaststätte in Leese wurde am Samstagabend ein Raub der Flammen. Sieben Feuerwehren sowie die Einsatzleitung (ELO) der Samtgemeinde Mittelweser waren mit 110 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern, im Einsatz.

110 Kräfte waren im Einsatz.

110 Kräfte waren im Einsatz.

Ihr Ziel war die ehemalige Gaststätte „Kaiserquelle“ in Leese. Beim Eintreffen der ersten Kräfte aus Leese schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des Seitenflügels. Der Dachstuhlbrand breitete sich dann rasend aus in dem gut 100 Jahre alten Gebäude. Schon nach kurzer Zeit schlugen die Flammen aus dem Dach des Haupthauses.

Das Feuer brach offenbar in einer Wohnung über der ehemaligen Gaststätte aus. Nach Angaben des Bewohners sollen Flammen aus der Waschmaschine geschlagen sein, die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Der Bewohner konnte sich ins Freie retten. Das Dach ist teilweise eingestürzt, die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei gibt den Schaden in einer ersten Schätzung mit 100.000 Euro an.

Heftiger Funkenflug erschwerte die Löscharbeiten.

Heftiger Funkenflug erschwerte die Löscharbeiten.

Die Feuerwehren aus Leese, Landesbergen, Stolzenau, Holzhausen, Nendorf-Frestorf, Liebenau und Nienburg begannen mit den Löscharbeiten und bauten aufgrund des intensiven Funkenfluges Riegelstellungen zu den Nachbargebäuden auf. Der einzige Bewohner des Hauses konnte das Gebäude noch rechtzeitig verlassen.

Zehn Trupps mit Atemschutz waren im Einsatz.

Zehn Trupps mit Atemschutz waren im Einsatz.

Die Brandbekämpfung wurde mit vier C-Strahlrohren, zwei B-Strahlrohren und den beiden Wendestrahlrohren von den Drehleitern bekämpft. Dazu wurden 15 B-Schläuche und 20 C-Schläuche verlegt. Es waren zehn Trupps unter Atemschutz im Einsatz.

Einsatzleiter Klaus Nürge von der Feuerwehr Leese unterstanden drei Einsatzabschnitte. Ihm zur Seite standen der Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer mit seinen Stellvertretern Andreas Haake und Thorsten Schomburg. Der Brandabschnittsleiter Süd, Ralf Tiedemann, war ebenfalls an der Brandstelle.

Auch zwei Drehleitern waren im Einsatz.

Auch zwei Drehleitern waren im Einsatz.

Die Meldungen und Anforderungen der Brandabschnitte liefen bei der ELO zusammen. Von hier aus wurden auch die Polizei und der rettungsdienst, jeweils mit sechs Kräften vor Ort, mit Informationen versorgt. Für das Tauschen der konterminierten Einsatzkleidung wurde die Logistikgruppe aus Müsleringen alarmiert; die Kameraden kamen direkt von ihrer Jahreshauptversammlung zur Einsatzstelle.

Ebenfalls wurde die Rufbereitschaft der FTZ zur Einsatzstelle gerufen, um die Schläuche und Pressluftflaschen zu tauschen und die Einsatzbereitschaft der Einsatzfahrzeuge wiederherzustellen.

Nach gut dreieinhalb Stunden war der Einsatz weitgehend beendet.

Nach gut dreieinhalb Stunden war der Einsatz weitgehend beendet.

Für den Großteil der Feuerwehren war der Einsatz nach dreieinhalb Stunden bei Temperaturen von nur drei Grad beendet. Die Freiwillige Feuerwehr Leese blieb noch bis zum frühen Morgen und löschte in der Zeit noch ein kleines Feuer ab.

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Erstellt:
19. Januar 2020, 13:11 Uhr
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