Das Lüneburger Rathaus ist eines der schönsten Rathäuser Norddeutschlands. Die ältesten Teile des Gebäudes entstanden schon um 1230. Die Riesengruppe aus Münchehagen zeigte sich beeindruckt. Dörpsverein

Das Lüneburger Rathaus ist eines der schönsten Rathäuser Norddeutschlands. Die ältesten Teile des Gebäudes entstanden schon um 1230. Die Riesengruppe aus Münchehagen zeigte sich beeindruckt. Dörpsverein

Münchehagen/Lüneburg 03.10.2018 Von Die Harke

Ehemaliger Münchehäger führte durch die Stadt des „weißen Goldes“

Der Dörpvereins Münchehagen unternahm eine Fahrt nach Lüneburg / Anschließend wurde gleich Fahrt zum Weihnachtsmarkt geplant

Mit über 30 Personen ist der Dörpverein Münchehagen morgens um 8 Uhr kürzlich nach Lüneburg gefahren. Ein Daumenfrühstück gab es im Bus. Pünktlich um 10.30 Uhr erreichten die Münchehäger Gruppe Lüneburg, wo Oskar Sontag die Gäste bereits erwartete. Oskar Sontag ist ehemaliger Münchehäger, der aber jetzt schon lange in Lüneburg lebt und die Stadtführung geplant hatte. „Zunächst bekamen wir eine kurze, allgemeine Information über die Stadt von ihm. Dann wurde die Gruppe in zwei kleinere Gruppen geteilt. Unsere Gruppe begann mit der Rathausführung“, schreibt Ortsbürgermeister Renate Braselmann. Das Lüneburger Rathaus ist eines der schönsten Rathäuser Norddeutschlands. Die ältesten Teile des Gebäudes entstanden schon um 1230. „Bevor wir eintraten, konnten wir das Glockenspiel hören, dessen Glocken aus echtem Meißner Porzellan hergestellt sind“, schildert doe Ortsbürgermeisterin. Das gesamte Rathaus besteht aus einem riesigen Gebäudekomplex, der in verschiedenen Stilepochen erweitert wurde. Die Gemälde an den Wänden und Decken, die kunstvollen Schnitzereien und die kostbare Ausstattung beeindruckten sehr. In einem Raum wurde der Lüneburger Ratssilberschatz (heute eine Replik) ausgestellt, in einem anderen Raum wurde Gericht gehalten, mit Gerechtigkeitsmalereien an den Wänden. Noch heute finden die Ratssitzungen im Sitzungssaal statt. An der prunkvollen Ausstattung dieses Gebäudes war der Reichtum der Hansestadt erkennbar.

„Nach dieser Rathausführung erwartete uns schon Oskar Sontag, der nun eine sehr interessante Stadtführung mit uns machte.“ Eindrucksvoll waren die gut erhaltenen, beziehungsweise restaurierten Häuserfassaden und mittelalterlichen Giebel. Lüneburg verdankt seinen Reichtum dem „weißen Gold“, dem Salz. Die Stadt wurde auf einem Salzstock gebaut. Die Sole wurde nach oben gepumpt, in großen Pfannen verkocht, bis nur noch das Salz übrig blieb. Die „Sülfmeister“ – Herren über die Pfannen – brachten den Reichtum in die Stadt, denn Salz war wertvoll. Auf dem Wasserweg wurde es in die ganze Welt verschifft. Bis 1980 wurde in Lüneburg noch Salz abgebaut.

Glücklicherweise wurde Lüneburg während des Zweiten Weltkrieges kaum bombardiert, sodass diese wunderbare Stadt erhalten blieb.

Was wäre Lüneburg, ohne einen Besuch des Hotels „Bergström“, wo die beliebte Telenovela „Rote Rosen“ gedreht wird. In der frei zur Verfügung stehenden Zeit konnte sich jeder auf eigene Faust die Stadt erkunden. Auf der Heimfahrt waren aber alle Teilnehmer der Fahrt überwältigt von den wunderbaren Eindrücken und der Schönheit dieser mittelalterlichen Stadt. „Einige Besucher haben im Anschluss gleich eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Lüneburg gebucht“, berichtet Renate Braselmann abschließend.

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Erstellt:
3. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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