Steinmetz Stefan Stremski aus Rodewald hat das Kriegerdenkmal in Lichtenhorst restauriert. Fotos: Heimatverein Lichtenhorst

Steinmetz Stefan Stremski aus Rodewald hat das Kriegerdenkmal in Lichtenhorst restauriert. Fotos: Heimatverein Lichtenhorst

Lichtenhorst 07.10.2020 Von Die Harke

Ehrenmal erstrahlt in neuem Glanz

Initiative des Heimatvereins Lichtenhorst / Findlinge und Beschriftungen waren in schlechtem Zustand

Das Ehrenmal in Lichtenhorst erstrahlt in neuem Glanz. „Die Arbeiten am Ehrenmal sind schneller zum Abschluss gekommen als gedacht“, freut sich Fritz Heyer, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Lichtenhorst.

Die Restaurierungsarbeiten gehen auf eine Initiative des Heimatvereins Lichtenhorst zurück, berichtet Heyer. „Im Jubiläumsjahr 2019 wurde die Ortschronik des Ortes Lichtenhorst geschichtlich aufgearbeitet und ein besonderes Augenmerk auf die Erinnerungsstätten im Ort gerichtet.

Neben der Kriegsgräberstätte an der Rodewalder Straße („Russenfriedhof“), wurde auch das Ehrenmal an der Lichtenmoorer Straße bewertet und festgestellt, dass die drei Findlinge, ihre Sockel und die Beschriftungen in einem sehr schlechten Zustand sind. Seit der Einweihung des Ehrenmals im Jahr 1958 sind kaum Erhaltungsmaßnahmen an der Gedenkstätte erfolgt.“

Eine Inaugenscheinnahme durch eine Fachfirma und eine Kostenschätzung für die absolut notwendigsten Arbeiten habe eine Summe von rund 3000 Euro ergeben.

Die beiden Ehrenposten bei der Einweihung des Kriegerdenkmals mit dem Neustädter landrat Meyer unter Gewehr auf dem Foto waren Karl Büssenschütt (links) und Heinrich Bendler.

Die beiden Ehrenposten bei der Einweihung des Kriegerdenkmals mit dem Neustädter landrat Meyer unter Gewehr auf dem Foto waren Karl Büssenschütt (links) und Heinrich Bendler.

„Die Instandhaltung von Denkmälern dieser Art obliegt der Gemeinde Steimbke. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Weser- Hunte wurde die Kostenübernahme je zur Hälfte für die Arbeiten zugesagt und damit die Maßnahme ermöglicht. Die Arbeiten wurden von Steinmetz- und Steinbildhauermeister Stefan Stremski aus Rodewald hervorragend ausgeführt, der auch schon mit dem Gedenkstein zum Ortsjubiläum sichtlich beeindrucken konnte.“

Viele Lichtenhorster waren im Zweiten Weltkrieg an der Front gefallen oder wurden durch die Kriegshandlungen vermisst. Ihnen wollte man mit dem Bau eines „Kriegerdenkmals“ eine letzte Ehre erweisen und einen würdevollen, bleibenden Erinnerungsort schaffen. So wurde mit Unterstützung des Landkreises Neustadt ein Denkmal aus drei Findlingen auf einem Erdhügel erbaut und die Namen von 49 Lichtenhorster Gefallenen und Vermissten in Stein gehauen.

Unter große Anteilnahme der Lichtenhorster Bevölkerung und vieler Ehrengäste und den Lichtenhorster Vereinen konnte im Jahr 1958 ein eindrucksvolles Ehrenmal seiner Bestimmung übergeben werden. Die Festansprache hielt dazu der Neustädter Landrat Meyer aus Schneeren.

Noch in diesem Herbst wird die Zaunanlage um die Kriegsgräberstätte „Russenfriedhof“ in Lichtenhorst auch auf Initiative des Heimatvereins erneuert. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat dafür die Kosten übernommen.

Begleitet werden die Arbeiten vom Bauhof der Samtgemeinde Steimbke. Auch die Stehlen auf den Gräberfeldern sollen nach erfolgten Recherchen des Volksbundes aufgearbeitet werden.

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Erstellt:
7. Oktober 2020, 15:15 Uhr
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