Manon Garms DH

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Kolumne 07.03.2018 Von Manon Garms

Ehrlichkeit ist lobenswert

Die Nienburger können vorerst aufatmen: Im überarbeiteten Haushalt für 2018 und in den Planungen für die Folgejahre sind die Erhöhungen von Krippengebühren und Grundsteuer nicht mehr eingerechnet. Bürgermeister [DATENBANK=1]Henning Onkes[/DATENBANK] (parteilos) betonte aber, dass die Erhöhungen nicht für immer vom Tisch seien. Man müsse ehrlich sein. „Wir sollten diese Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber den Bürgern auch kommunizieren“, so Onkes. Für Ehrlichkeit gegenüber den Bürgern plädierte auch [DATENBANK=5215]Georg Hennig[/DATENBANK] (CDU): „Es nützt uns nichts, wenn wir den Leuten versprechen, dass Geld vom Land Niedersachsen kommt, denn wir kriegen nichts geschenkt“, so Hennig, der auch versicherte, dass er nichts gegen eine „marginale Anpassung“ der Krippengebühren gehabt hätte. Die CDU werde dem Nienburger Haushalt wieder zustimmen, aber: „Natürlich werden Erhöhungen kommen“, stellte Hennig klar.

Diese Ehrlichkeit ist lobenswert. Natürlich möchte niemand Gebühren- oder Steuererhöhungen haben. Wenn sich aber abzeichnet, dass sie unumgänglich sind – weil die Kommune zum Beispiel die stetig steigenden Kosten für die Kinderbetreuung nicht mehr schultern kann und die Politik keinen Weg findet, um die Eltern zu entlasten – dann sollte damit auch offen umgegangen werden.

Zwar werden die von den Erhöhungen Betroffenen nicht in Jubel ausbrechen. Wenn sie aber von vornherein wissen, dass sie sich auf höhere Kosten einstellen müssen, dürften sie sich zumindest nicht auch noch getäuscht fühlen.

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Erstellt:
7. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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