Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Fokus

Der 8. März wird als Weltfrauentag oder auch Internationaler Frauentag begangen. [DATENBANK=536]Petra Bauer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nienburg[/DATENBANK], gehört wie alle niedersächsischen Gleichstellungsbeauftragten der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsen (Lag) an. Sie schließt sich der folgenden Pressemitteilung des Vorstands der Lag an, in der es um die eigenständige Existenzsicherung von Frauen als Schwerpunkt der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten für 2017 geht.

In der Pressemitteilung heißt es: „Die faktische Gleichstellung der Geschlechter kann erst dann erreicht sein, wenn Frauen durch ihre eigene Erwerbstätigkeit – unabhängig vom Partner – ihre Existenz mit ihrem Einkommen sichern können“, stellt Anne Behrends aus dem Lag-Vorstand fest. Das gilt für alle Frauen mit und ohne Kinder.

Wie die jüngste OECD–Studie ermittelt, arbeiten immer mehr Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Deutschland. Durch den Ausbau der Kinderbetreuung und das Elterngeld sind erstmalig in der bundesdeutschen Geschichte  gute Voraussetzungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen entstanden. Allerdings, und auch das macht diese Studie deutlich, müssen Frauen immer noch für eine Berufstätigkeit sehr viele Stolpersteine überwinden sowie Hindernisse und Nachteile in Kauf nehmen – im Vergleich zu männlichen Berufstätigen.

Besorgniserregend gestiegen ist die Quote der geringfügig entlohnten beschäftigten Frauen. Auffällig ist, dass selbst Akademikerinnen sich auf den Kompromiss einer vorübergehenden geringfügigen Beschäftigung einlassen. Sie sind oft sogar bereit, in Jobs zu arbeiten,  die nicht ihren Qualifikationen entsprechen, wenn sie damit  Beruf und Familie  vereinbaren können. Durch das geringe Einkommen in diesen Jobs sehen sich Frauen gezwungen, neben dem „Hauptjob“ noch einen zweiten Job  anzunehmen, denn von dem Gehalt im eigentlichen Beruf können sie sich und ihre Familien nicht ernähren.

Der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft fordert deshalb zum Internationalen Frauentag 2017:

Diesen Forderungen schließt sich die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Petra Bauer, an.