HamS-Redakteurin Edda Hagebölling Archiv

HamS-Redakteurin Edda Hagebölling Archiv

Nienburg 04.03.2017 Von Edda Hagebölling

Ein Alltag ohne Angst

„Natürlich geht‘s in Holtorf weiter.“ Auf Seite 5 schildert Hans-Werner Max, stellvertretender Vorsitzender des Freibad-Förderverein, wie genau es weitergeht nach dem Ausscheiden von Waltraut Heidorn im Herbst vergangenen Jahres. Das Freibad am Dobben wird, wie immer, Mitte Mai eröffnet. Die Minigolfanlage wird wieder zur Verfügung stehen, und man könne sich sogar vorstellen, die Eisbahn auf dem Kirchplatz in Nienburg - mit Unterstützung von Schulen und Vereinen - täglich zu betreiben. Auch über das Ende des „Adventszaubers“ hinaus. Allerdings gibt es auch Sorgen in Holtorf. Bleibt Schwimmmeister Nick rau? Findet sich bei der Mitgliederversammlung ein/e neue/r Vorsitzender? Was wird aus dem Zuschuss der Stadt? Ohne den geht es nicht, betont Hans-Werner Max ausdrücklich.

Was passiert, wenn der Fortbestand eines Freibades auf der Kippe steht, wird aktuell in Steyerberg deutlich.

Freibäder bedeuten Lebensqualität. Sie sind Standortvorteil, bieten Naherholung und tragen noch dazu dazu bei, dass Kinder schwimmen lernen. „Eine Kommune sollte sich immer fragen: Was kann ich mir leisten und was will ich mir leisten“, hatte unlängst Steimbkes Samtgemeindebürgermeister zu bedenken gegeben. Natürlich hat ein Freibad nicht mehr den Stellenwert, den es früher einmal hatte, aber auch hier gilt: Man merkt erst, was ich man hatte, wenn es nicht mehr da ist.

Das gilt für die kleinen Perlen vor der Haustür ebenso wie für das, was das Leben in Deutschland ausmacht. Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, kurzum: ein Alltag ohne Angst. Dass diese für uns so selbstverständlichen Gegebenheiten keineswegs selbstverständlich sind, führen uns schon seit Wochen andere, vermeintlich zivilisierte, Staaten vor Augen.

Doch auch Teile der Nienburger Zivilgesellschaft sind im Moment sehr beunruhigt. Sie befürchten, dass sich rechte Gruppierungen künftig häufiger an den Wochenenden in Nienburg einquartieren werden. Weil es in der Innenstadt so schön kuschelig ist, weil ihnen all ihre Wünsche erfüllt werden und weil ihnen an einem Wochenmarkt-Sonnabend bei einer Kundgebung auf dem zentral gelegenen Ernst-Thoms-Platz die optimale Publicity gewiss ist. Im Gespräch mit der HARKE am Sonntag erläutert Friedhelm Meyer-Leseberg, wovon es abhängt, ob eine Kundgebung bestätigt wird oder nicht.

Die heutige Ausgabe enthält aber auch jede Menge Hinweise darauf, was in den nächsten Tagen so los ist in Stadt und Kreis. Vom Frühlingsfest auf Hof Frien und dem Königinnen-Geburtstag in Bad Rehburg bis zu den Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag am 8. März oder – natürlich – das Luther-Jubiläum.

Zum Artikel

Erstellt:
4. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.