Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

27.07.2015 Von Stefan Reckleben

Ein Angebot an Solidarität

Die rot-grüne Landesregierung ändert das Sparkassengesetz. Was etwa weitere Erschwernisse? Nein. Nur eine verspätete redaktionelle Anpassung an

Basel III, an jene EU-Hürde, die den Kreditinstituten noch mehr Risikorücklagen und Liquidität abverlangt eine Folge des Bankencrashes 2008 durch aufgeblasene und wertlose Anlagepapiere und eine Folge dessen, dass Geldinstitute ungerührt weiter machen. Dann, so die EU, sollen die bitteschön selber haften, der Steuerzahler nicht mehr.

Auflagen und Niedrigzinsen erdrücken Sparkassen und Volksbanken. Das hat Niedersachsens Sparkassenpräsident Thomas Mang bekräftigt und von weiteren Schließungen gesprochen. Die Kritik am Aus von Volksbanken und Sparkassen ist im Kreis nicht verhallt. Was sollen die Alten tun?: Mit Kindern und Enkeln Homebanking am Computer lernen. Schüler bieten Kurse.

Erinnern wir uns: Als sich die Post in den 90er Jahren rigoros mit immer neuen Ausreden und im Gegensatz zu den Lippenbekenntnissen der Innenministerkonferenzen aus dem platten Land rauszog, hielt das Internet gerade Einzug.

Dem Ärger übers Aus von Bankfilialen muss entgegen gehalten werden, dass ohne die Schließungen das System kollabierte. Da reiben sich die fernen DiBas die Hände. Die kriegten das Geschäft. Arbeitsund Ausbildungsplätze sowie die Ausschüttungen von Sparkasse und Volksbank aus Stiftungsund Zuschusstöpfen an Vereine und Veranstaltungen im Kreis gingen flöten. Die Ausschüttungen betragen gut 100 000 Euro jährlich ein Angebot, sein Geld hier zu lassen.

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Erstellt:
27. Juli 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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