Der April macht dieses Jahr wirklich, was er will. Foto: weyo - stock.adobe.com

Der April macht dieses Jahr wirklich, was er will. Foto: weyo - stock.adobe.com

Nienburg 07.04.2021 Von Holger Lachnit

Ein Dach über dem Kopf

Was war das am Dienstag für ein winterlicher Start in den Tag: Eine geschlossene Schneedecke im Vorgarten, Schnee- und Hagelschauer am Vormittag – der April macht derzeit wettertechnisch wirklich, was er will. Zur Erinnerung: Am 6. April 2020 war es in Nienburg lauschige 24 Grad warm.

Da wäre es kein Problem gewesen, vor dem Nienburger Rathaus auf Einlass warten zu müssen. Es ist absolut verständlich, dass die Stadtverwaltung ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten der Coronapandemie bestmöglich schützen möchte. Und dazu gehört, Abstände zu wahren und Kontakte zu Kundinnen und Kundinnen auf das absolute Minimum zu reduzieren.

Doch auch für diejenigen, die eine Dienstleistung der Verwaltung in Anspruch nehmen wollen, sollte es wenigstens ein absolutes Minimum an Komfort geben – beispielsweise wenigstens ein Dach über dem Kopf.

Es ist schlicht unzumutbar, bei Wind und Wetter im zugigen Rathaus-Innenhof ausharren zu müssen, bis sich endlich die Rathaustür öffnet und ein Verwaltungsmitarbeiter Einlass gewährt.

Es muss ja keine beheizte Luxuslösung sein, ein Provisorium genügt. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch ein ausrangiertes Stadtbus-Wartehäuschen, das vor dem Rathaus aufgebaut werden könnte. Ein minimaler Regen- und Windschutz könnte verhindern, sich jetzt beim Schlangestehen der Gefahr einer Lungenentzündung auszusetzen.

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Erstellt:
7. April 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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