Rebecca Göllner Die Harke

Rebecca Göllner Die Harke

02.02.2016 Von Rebecca Göllner

Ein Fünkchen Wahrheit

Es gibt Vor- und Nachteile für das Leben auf dem Land oder in der Stadt. Das ist bekannt. Während in der Stadt alles „um die Ecke“ ist, muss der Dorfbewohner für den Einkauf erst ins Auto steigen. Wer die Ruhe schätzt, sollte nicht unbedingt in eine Großstadt ziehen. Wer den Trubel mag, wohnt im 100-Seelen-Ort verkehrt. Wer weitgehend anonym leben möchte, sollte das Stadtleben bevorzugen. Mit dem Nachbarn beinahe jeden Tag ins Gespräch kommen, das passiert eher auf dem Lande. Positiv:

Man ist nie alleine. Negativ: Schnell entstehen Gerüchte. Denn zum Landleben gehört auch der Dorftratsch. Und so kann es schnell geschehen, dass „zehn Flüchtlinge schon in den nächsten Tagen in die Balger Sporthalle einziehen“ (Seite 19). Dass an

dem Gerücht nichts dran ist, bestätigte die Verwaltung der Samtgemeinde Marklohe. Es kann aber so weit kommen, sofern künftig in den Mitgliedsgemeinden nicht ausreichend Wohnraum für die geflüchteten Menschen zur Verfügung steht. Demnach war ein Fünkchen Wahrheit an dem Gerücht. Aber eben nur ein Fünkchen. Also sollte man sich lieber auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen und im Zweifel an offizieller Stelle Auskünfte einholen. Dann verbreiten sich keine Gerüchte, sondern Wahrheiten. Das gilt sowohl für das Leben auf Land als auch in der Stadt.

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Erstellt:
2. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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