Manon Garms DH

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Landkreis 26.07.2019 Von Manon Garms

Ein Machtwort aus der Politik

Guten Tag

Der Nienburger Sozialdemokrat Rüdiger Altmann nutzte am Donnerstagabend die Sitzung des Bauausschusses, um die Unzufriedenheit der Politik mit der Verwaltung anzusprechen. Thema war die geplante Spundwand an der Oyler Straße (Bericht auf Seite 19). Altmann kritisierte, dass es im Verlauf des doch sehr komplexen Verfahrens rund um den Kino-Neubau mit Grundstückstausch, Grundstücksverkauf und Spundwand-Neubau „keine vertrauensvolle Zusammenarbeit“ gegeben habe. Die Verwaltung lege ausgearbeitete Beschlüsse vor, die abgesegnet werden sollten; hinter konkreten Zahlen zu Kosten müsse die Politik hinterherlaufen, und es werde ein zeitlicher Druck aufgebaut nach dem Motto „Ihr müsst jetzt beschließen, sonst...“. Und das sei kein Einzelfall bei der Spundwand, sondern komme öfter vor. „So etwas machen wir nicht mehr mit“, kündigte Altmann an. WG-Fraktionsvorsitzender Frank Podehl pflichtete dem bei: „Wir sehen es wie die SPD und wollen es nicht mehr mitmachen.“

Bürgermeister Henning Onkes (parteilos) räumte ein, dass „wir die Kosten mal darstellen sollten“. Im Hinblick auf den Zeitdruck hätte die Verwaltung es „auch gern bequemer gehabt.“ Da aber die Belange von Kino-Investor, der Firma Bohnhorst und des Wasser- und Schifffahrtsamtes auch zu berücksichtigen seien und zudem die Personalsituation im zuständigen städtischen Fachbereich angespannt sei, sei das nicht immer so einfach. „Es ist jetzt wie es ist, aber es hätte anders gehen können“, betonte Podehl.

Es werden in Zukunft neue Projekte kommen, bei denen alle Verantwortlichen beweisen können, dass es anders geht.

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Erstellt:
26. Juli 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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