Verabschiedung der PerFACT Gruppe: Ute Merx, Samir Elladawi und Heike Schepp mit Teilnehmern. CJD

Verabschiedung der PerFACT Gruppe: Ute Merx, Samir Elladawi und Heike Schepp mit Teilnehmern. CJD

Nienburg 13.01.2018 Von CJD

Ein Sprungbrett in die Arbeitswelt

CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Teilnehmer der PerFACT-Maßnahme verabschiedet

Kurz vor Weihnachten beendeten die Teilnehmer beim CJD Nienburg den siebten und letzten Durchgang der PerFACt Maßnahme. Gestartet ist diese Maßnahme zur beruflichen Integration für geflüchtete Menschen im Mai 2016. Vier Träger ([DATENBANK=2744]Ausbildungsstätten Rahn[/DATENBANK], [DATENBANK=6541]CJD Nienburg[/DATENBANK], [DATENBANK=5661]Esta[/DATENBANK] Bildungswerk und [DATENBANK=1622]Deula[/DATENBANK] Nienburg) haben sich zusammengeschlossen und ein breites Angebot an Berufsbereichen (Malerei, Tischlerei, Gärtnerei, Hauswirtschaft und Küche, Metall und EDV, Landwirtschaft, Fahrzeuginstandhaltung und der Pflegebereich) präsentiert, die die Teilnehmer, je nach Interessenlage oder Vorerfahrung in zwölf Wochen kennenlernen konnten. Parallel dazu wurde Alltags- und berufsbezogenes Deutsch angeboten.

Für die Teilnehmenden hieß das konkret, sich mit Berufen zu beschäftigen, in denen sie eventuell schon in ihren Herkunftsländern tätig waren, oder sich auf völlig neue Berufsfelder einzulassen. Es war auf jeden Fall eine Herausforderung. Pünktlichkeit wurde eingefordert, bei Krankheit musste eine Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen werden. Kurz gesagt: ganz normale Dinge, wenn man dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen will und muss. Für viele der Geflüchteten nicht ganz einfach, waren sie doch mit den Gepflogenheiten in Deutschland noch nicht gut vertraut, sprachen wenig Deutsch und waren oft genug mit Angelegenheiten konfrontiert, die der Klärung bedurften.

Neben den Zeiten in den Werkstätten des CJD (Malerei, Tischlerei, Gärtnerei, Hauswirtschaft und Küche und Hausmeister) und der Deutschunterweisung standen auch Exkursionen auf dem Programm (DIE HARKE berichtete).

Die Vermittlung in die Maßnahme erfolgte durch die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter. Überwiegend nahmen Menschen aus Syrien, dem Irak, aus Afghanistan, dem Sudan, aus Eritrea und dem Iran teil. Gesprochen wurde nicht nur Arabisch. Auch Dari und Farsi, Tigrinja und Französisch waren zu hören.

Sowohl für uns als Team, als auch für die teilnehmenden stellte das Projekt eine Bereicherung dar. Im Verlauf gab es immer wieder regen Austausche über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen.

Es war ein kleiner Kreis bei der letzten Verabschiedung, die in weihnachtlicher Atmosphäre stattfand. Dabei entstand als letzte gemeinsame Arbeit mit viel Freude und Kreativität eine Krippe aus Salzteig.

Für einige war dieses Projekt ein Sprungbrett in die Arbeitswelt, einem Tischler, einem Maler sowie einem Gärtner taten Arbeitsperspektiven auf, sie konnten vermittelt werden und sind heute noch in diesen Firmen tätig.

Andere entdeckten ihr Potential und entwickelten es weiter, die meisten haben erkannt, dass gute Deutschkenntnisse eine der wichtigsten Voraussetzung sind, für den Arbeitsmarkt.

Wir wünschen unseren ehemaligen PerFACt Teilnehmerinnen für die Zukunft alles Gute.

Am Dienstag, 16. Januar, findet um 16 Uhr im Kulturwerk wieder das Begegnungscafé St. Martin statt. Alle sind herzlich dazu eingeladen.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des CJD-Projekts „46351“, das vom Bundesamt für Migration (BAMF) gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

Die arabische Version des nebenstehenden Textes. CJD

Die arabische Version des nebenstehenden Textes. CJD

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Erstellt:
13. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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