Landet in Amerika nicht selten auf dem Esstisch: der Waschbär – oder zumindest sein Fleisch.

Landet in Amerika nicht selten auf dem Esstisch: der Waschbär – oder zumindest sein Fleisch.

Nienburg 18.11.2020 Von Holger Lachnit

Ein bärig guter Braten?

Guten Tag – ein Kommentar

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht.“ Nach dieser Devise habe ich mich den Großteil meines Lebens ernährt, bis mich meine Frau vor Jahren in Thailand überredete, einmal wirklich besondere Dinge zu probieren. Unter anderem gab es frittierte Kakerlaken. Ein Snack, der wirklich viel, viel besser schmeckt, als man vermuten mag.

Doch auch wenn ich jetzt exotischen Genüssen viel aufgeschlossener gegenüberstehe, so musste ich doch ein wenig stutzen, als ich gestern eine Pressemeldung des Deutschen Jagdverbands unter der Überschrift „Ein bärig guter Braten?“ las.

Darin heißt es unter anderem: „Über 202.000 Waschbären haben die deutschen Jäger in der vergangenen Jagdsaison 2019/20 (1. April bis 31. März) erlegt – ein Plus von 22 Prozent innerhalb eines Jahres und Allzeitrekord. Das Potenzial ist groß, dass die aus Nordamerika stammende Art künftig die heimische Wildbretpalette erweitert.

Sein Fleisch ist bisher in der deutschen Küche noch wenig bekannt, gilt jedoch bei einigen Jägern als Geheimtipp. Anders die Situation im Süden der USA: In South Carolina beispielsweise macht Waschbärfleisch etwa zehn Prozent des jährlichen Gesamtfleischverzehrs bei lokalen Jägern aus. Vor allem in den Südstaaten werden traditionell jährlich einige Tausend Waschbären gegessen.

Wie das heimische Wildschwein ist der Waschbär ein Allesfresser. Für beide Arten ist vor dem Verzehr gemäß Fleischhygienevorgaben eine Untersuchung auf Trichinenbefall verpflichtend.“

Na dann, Mahlzeit!

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Erstellt:
18. November 2020, 04:31 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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