Sabine Lüers-Grulke DH

Sabine Lüers-Grulke DH

Landkreis 10.09.2019 Von Sabine Lüers-Grulke

Ein charmanter Gedanke

Seit einigen Tagen sorgt eine Idee der Volksbanken und Sparkassen in Hessen für Aufsehen. Die Frankfurter Volksbank und die Taunussparkasse wollen noch vor Jahresende zehn gemeinsame Filialen eröffnen. Was für ein charmanter Gedanke! Auch für unsere Region, finde ich. Die beiden dominanten Geldinstitute im Landkreis haben schon vor Jahren damit begonnen, Filialen zu schließen. Schloss zunächst eines der beiden Kredithäuser beispielsweise in Bücken, in Wietzen oder anderswo, folgte das des anderen Instituts meist auf dem Fuße. Hätte man sich da nicht einigen können und sagen, „in Ordnung, wenn wir aus Hassel weggehen, könnt ihr ja da die Kunden übernehmen“. Aber genau das ist bisher nirgendwo passiert. Im Gegenteil: Der Kunde ist froh, wenn wenigstens noch irgendwo ein Geldautomat zu finden ist.

Und nun kommen die Banken im Taunus daher und tun sich zusammen – ganz ohne Fusionsgedanken. Sie nutzen einfach gemeinsam die Räumlichkeiten und wechseln sich personell darin ab. Wie innovativ! Da muss man als Kunde nicht mehr darüber nachdenken, zu einer reinen Online-Bank zu wechseln.

Denn die Bank ist ja immer noch vor Ort, wenn auch nicht mehr jeden Tag erreichbar. Das muss sie auch gar nicht sein; die meisten Geschäfte laufen nun mal mittlerweile vom heimischen PC oder Handy aus. Aber wer doch mal eine Beratung benötigt, der bekommt sie noch – auch außerhalb der Ballungszentren.

Vielleicht macht die Idee ja Schule. Selbst wenn, wie in der Banken-Wüstenei die leeren Bankfilialen häufig schon anderweitig genutzt werden. Oder gerade auf dem Immobilienmarkt angeboten werden. Nicht nur in Leese und Landesbergen gibt es noch hübsche Geschäftsstellen zu kaufen...

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Erstellt:
10. September 2019, 09:37 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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