02.12.2012

Ein ein Meter breiter Streifen reicht

Winterdienst: Die Regelungen für die Samtgemeinde Grafschaft Hoya / Bauhof ist gerüstet

Winterdienst in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya: Grundstückseigentümer müssen für einen einen Meter breiten sicheren Weg sorgen. Von Horst Achtermann

Hoya. „Im Winterdienst arbeiten wir in den Mitgliedsgemeinden mit unterschiedlichen Systemen“, berichtet Stefan Gädecke, seit der Fusion der Samtgemeinden Hoya und Eystrup Bauhofsleiter in der neuen Samtgemeinde Grafschaft Hoya mit zehn Mitarbeitern.

Die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden von den Straßenmeistereien betreut. „Die Straßen in Hoya und die in den Gemeinden von Schweringen bis Hilgermissen werden von externen Unternehmen geräumt,“ ergänzt Bauamtsleiter Rolf Walnsch. „Mit zwei Traktoren – ausgerüstet mit Räumschildern und Anhängerstreuer – sind wir gut vorbereitet für die etwa 30 Kilometer Straßen in Eystrup, Gandesbergen, Hassel und Hämelhausen“, sagt Bauhofsleiter Gädecke, und ergänzt: „Dazu kommen zwei Kleintraktoren mit Schneeschildern für Geh- und Radwege.“

Gestreut wird in Eystrup mit einem Sand-Salz-Gemisch. 20 Tonnen Streumaterial liegen auf Vorrat. Vorrangig werden in allen Orten die öffentlichen Gebäude wie Schulen und Feuerwehren, die Bushaltestellen und die Brücken in Doenhausen und Gandesbergen geräumt. „Bei heftigen, andauernden Schneefällen werden auch externe Unternehmen eingeschaltet“, ergänzt Gädecke.

Friedhelm Westermann, seit 1995 beim Bauhof in Eystrup tätig, fühlt sich im Bauhofsgebäude mit 300 Quadratmetern, wo die Arbeitsgeräte ordnungsgemäß abgestellt werden können, wohl. „Schade nur, dass dies kein Standort für alle zehn Bauhofmitarbeiter sein kann“, so Friedhelm Westermann.

Der Winterdienst für Grundstückseigentümer in geschlossenen Ortschaften ist in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya wie folgt geregelt: Jedem Grundstückseigentümer von bebauten und unbebauten Grundstücken obliegt nach der Straßenreinigungssatzung und -verordnung die Pflicht der Straßenreinigung, wozu auch die Durchführung des Winterdienstes zählt.

In einem Auszug aus dem Amtsblatt für den Regierungsbezirk Hannover steht in einer Verordnung, wie der Winterdienst in der damaligen alten Samtgemeinde Grafschaft Hoya durchzuführen ist. „Diese Verordnung vom 3. Juli 1996 ist auch heute für die neue Samtgemeinde Grafschaft Hoya bindend,“ bestätigt Bianca Meier vom Ordnungsamt im Hoyaer Rathaus.

Grundsätzlich ist eine Breite von einem Meter zu räumen. „Dies gilt für Gehwege und gemeinsame Geh- und Radwege. Sind diese nicht vorhanden, ist ein Streifen von einem Meter neben der Fahrbahn freizumachen. Bei fehlendem Seitenraum ist der äußerste Rand der Fahrbahn zu räumen“, erläutert Bianca Meier.

Diese Bereiche sind bei Glätte mit Sand oder anderen abstumpfenden Mitteln so zu streuen, dass ein sicherer Weg vorhanden ist. Wege mit einer geringeren Breite als einem Meter sind allerdings vollständig zu räumen und abzustreuen.

Der Winterdienst ist werktags bis 7.30 Uhr und sonn- und feiertags bis 9 Uhr durchzuführen. Bei Bedarf ist das Schneeräumen und Streuen bis 20 Uhr zu wiederholen.

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Erstellt:
2. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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