Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen der Gedenkveranstaltung zu den Pogromen statt. WABE

Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen der Gedenkveranstaltung zu den Pogromen statt. WABE

Nienburg 08.11.2016 Von Die Harke

„Ein etwas anderer Zugang zum Thema Rechtsextremismus“

Wanderausstellung „Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ ab heute im Rathaus Nienburg

Das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE) lädt mit dem Arbeitskreis „Gedenken“ der Stadt Nienburg heute um 18 Uhr zur Eröffnung der Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! – Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ ins Vestibül des [DATENBANK=145]Rathauses Nienburg[/DATENBANK] ein. Die Ausstellungseröffnung erfolgt im Rahmen der Gedenkveranstaltung zu den Pogromen am 9. November um 18 Uhr nach einer Einführung in die Ausstellung durch Stefanie Fritzsche von der CD-Kaserne Celle. Vorher um 17.30 Uhr finden die Kranzniederlegung und das Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus an der Gedenktafel vor dem Rathaus statt.

„Die Wanderausstellung ,Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire‘, unter der Schirmherrschaft der Niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter: „Anhand von circa 60 Karikaturen von Künstlern sowie satirischen Fernseh- und Filmbeiträgen können sich die Ausstellungsbesucher mit den typischen, allzu simplen rechtspopulistischen und rechtsextremen Problemlösungsversuchen und Argumentationsweisen auseinandersetzen und so deren gefährlichen Gehalt offenlegen. Dem Betrachtenden bleibt hier das Lachen förmlich im Halse stecken. Dies soll zum Ausgangspunkt genommen werden, um über die Entstehung und über Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nachzudenken und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie man dem etwas entgegensetzen kann. Abgerundet wird die Ausstellung durch gegenständliche, „real“-satirische Auseinandersetzungen mit dem Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit. So wird ein Film über den „unfreiwilligen Spendenlauf von Wunsiedel“ sowie „Devotionalien“ des Satire-Labels „Storch Heinar“ gezeigt, das als Antwort auf die, unter Rechtsextremen beliebte, Mode-Marke „Thor Steinar“ gegründet wurde.

Unterstützung durch viele prominente Künstler

Viele prominente Künstler wie Culcha Candela, Clueso, Cro, Jella Haase, Milky Chance, die Toten Hosen und Karoline Herfurth unterstützen die Ausstellung ebenfalls und haben Zitate beigesteuert, die exklusiv in der Ausstellungszeitschrift zu lesen sind. Auf diese Weise bietet die Ausstellung einen etwas anderen Zugang zum Thema Rechtsex- tremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, als er sonst oft in der politischen Bildung verbreitet ist.

Die Ausstellung ist insbesondere für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 oder Jugendgruppen – aber auch für Erwachsene – geeignet. Interessierte können die Ausstellung während der Öffnungszeiten im Vestibül des Rathauses (Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr) sehen.

Für externe Schulklassen und (Jugend-)Gruppen gibt es die Möglichkeit, sich bei der WABE-Fach- und Koordinierungsstelle telefonisch unter (04231) 676222 oder per E-Mail unter info@wabe-info.de für Besuche anzumelden.

Als Rahmenprogramm trägt [DATENBANK=147]WABE[/DATENBANK] in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen,Verbänden, Organisationen und dem Runden Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg die Ausstellung am 19.11. von 11 bis 17 Uhr in den öffentlichen Raum. Das bedeutet, dass eine Auswahl der Karikaturen großformatig auf Bannern im Stadtbild präsentiert wird und diese „Wesersite-Galerie“ durch geeignete Aktionen verschiedener Gruppen, wie z. B. den Aktionen „Unser Kreuz hat keine Haken“ der evangelischen Jugend oder der „Blauen Hand“ des [DATENBANK=626]CJD Nienburg[/DATENBANK], begleitet wird. Für das geplante Kulturprogramm auf dem Ernst Thoms-Platz werden noch interessierte Musiker, Chöre etc. gesucht. Diese und interessierte Gruppen können sich an WABE wenden, wenn sie sich beteiligen wollen“, schreibt WABE.

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Erstellt:
8. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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