Jörn Graue DH

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Guten Tag 12.02.2019 Von Jörn Graue

Ein helles Licht für die Presse

Vor knapp zwei Wochen habe ich als Berichterstatter den Gemeinderat Stolzenau besucht und war von der Gastfreundlichkeit innerhalb des Gremiums sehr angenehm überrascht. Zahlreiche Ratsmitglieder begrüßten mich per Handschlag und es gab so manchen kleinen Schnack vor Sitzungsbeginn. Das ist nun ausdrücklich kein Flirten mit der (kommunalen) Macht, sondern zeugt von einem höflichen und respektvollen Miteinander. Das sollte allerdings längst nicht der einzige Punkt bleiben, der mir an diesem Abend höchst positiv auffiel. Nachdem ich mich zunächst in die Zuschauerreihe gesetzt hatte, wies mich Gemeindedirektor Jens Beckmeyer höflich auf den eigens aufgestellten Pressetisch hin. Dort lagen in einer hellroten Mappe die relevanten Sitzungsunterlagen bereit. Was mir aber darüber hinaus sofort ins Auge stach: Direkt neben dem kleinen Tisch befand sich eine Stehlampe. Diese verfügte sowohl über einen Deckenfluter, der den Sitzungsraum aufhellte, als auch über einen kleineren Leuchtkörper, der auf die Tischoberfläche gerichtet war.

„Ob mir wohl dadurch ein Licht aufgehen sollte?“, schoss es mir durch den Kopf. Immerhin befasste sich der Stolzenauer Gemeinderat in der Sitzung mit dem Haushalt 2019. Gerade die Finanzausstattung einer Kommune gilt ja in der Regel als schwer durchschaubar und abstrakt. Vielleicht sollte die Helligkeit aber auch besondere Transparenz bei der wenig populären Ratsentscheidung, die Grundsteuern anzuheben. signalisieren.

Abseits einer möglichen symbolhaften Bedeutung des Lichts empfand ich die Wahl des Lampen-Standortes einfach als gut gemeinte Geste, die exakt so bei mir ankam.

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Erstellt:
12. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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