Heute ist Freitag, der 13., kein Grund abergläubisch zu werden. Foto: Tobif82 - stock.adobe.com

Heute ist Freitag, der 13., kein Grund abergläubisch zu werden. Foto: Tobif82 - stock.adobe.com

Nienburg 13.11.2020 Von Holger Lachnit

Ein irres Fremdwort

Heute ist Freitag, der 13., aber das ist kein Grund, abergläubisch zu werden. Denn der Volksglaube, dass an einem Freitag, dem 13., beispielsweise mehr Unfälle als sonst passieren würden, entbehrt jeder Grundlage: Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag, dem 13., nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag, dem 6. oder 20.

Auch eine Untersuchung der Unfallmeldungen durch den ADAC ergab für das Jahr 2009, dass an den drei Freitagen am 13. eines Monats die Zahl der Unfallmeldungen im Mittel nur 894 betrug, während an allen anderen Tagen durchschnittlich 975 Unfälle gemeldet wurden. Ebenso zeigt eine Auswertung der Zürich Versicherung, dass an Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, weniger Schadensfälle verzeichnet werden als an allen anderen Freitagen im Jahr. Die geringere oder gleichbleibende Zahl von Unfällen an Freitagen, den 13., im Vergleich mit anderen Freitagen könnte an einer verstärkten Vorsicht zur Unfallvermeidung liegen. Das ist zumindest die Erklärung der Internet-Enzyklopädie Wikipedia.

Bei der Recherche zum Thema bin ich übrigens auf ein irres Fremdwort gestoßen: Paraskavedekatriaphobie. So bezeichnen Wissenschaftler die irrationale Furcht vor einem Freitag, dem 13.

Wer also an Paraskavedekatriaphobie leidet, dem empfehle ich, dreimal auf Holz zu klopfen. Das ist zwar genauso ein Aberglaube wie Freitag, der 13., aber vielleicht hilft das ja gegen den Aberglauben...

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Erstellt:
13. November 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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