Das neue „Wattmobil“, robust und tidenunabhängig. ASN

Das neue „Wattmobil“, robust und tidenunabhängig. ASN

Martfeld 17.11.2018 Von Die Harke

Ein letztes Mal an die Nordsee

Projekt „Sternenfahrten“ freut sich über eine spezielle Krankentrage und das neue „Wattmobil“

Lange hat der Ambulance-Service-Nord (ASN) aus Martfeld auf diesen Moment gewartet: ein spezielles „Wattmobil“, mit dem es sterbenskranken Menschen ermöglicht werden soll, noch einmal die Nordsee zu erleben. „Es wurden bereits viele letzte Wünsche vor dem Tode mit dem Projekt „Sternenfahrten“ durchgeführt. Die meisten dieser Wünsche gingen an die Nordsee und damit sehr häufig nach Cuxhaven.

„Bei der Planung für diese Touren ist sehr viel zu beachten“ berichtet Frank Hupe aus Warpe, Zweiter Vorsitzender des Vereins: „Das Wetter, der Gesundheitszustand, die medizinische Versorgung, Ausnahmegenehmigungen zum Befahren gewisser Strecken oder auch das Parken. Aber besonders bei den Ausflügen an die Nordsee haben wird ein besonderes Augenmerk auf den Tidenkalender gerichtet. Es bringt nichts, wenn unser Fahrgast noch einmal das Wasser sehen möchte, und die Natur uns einen Strich durch die Rechnung macht“, so Hupe. Die Ausflüge an den Strand oder ins Watt seien immer schön, aber jetzt könne der ASN noch mehr bieten.

Der Verein habe dank Spenden nun zwei weitere wichtige Hilfsmittel zur Erfüllung letzter Wünsche anschaffen können. Wie Hupe berichtet, wurde nun ein spezielles Tragenuntergestell angeschafft. Es ermögliche das unkomplizierte Umlagern einer Krankentrage auf das extra für unbefestigte Wege, Strand und Watt angefertigte Untergestell. „Damit können wir auch unseren liegenden Fahrgästen noch mehr ermöglichen“, betont Hupe.

Bei dem zweiten Gerät handele sich um ein „Wattmobil“, welches ein Rollstuhl für ebenfalls unbefestigte Wege, Strand oder auch Watt gedacht sei. Hupe ist stolz auf diese Anschaffungen:

„Es ist unglaublich, wieviel man damit mehr erreichen kann. Das Wattmobil ist so gebaut, dass unser Fahrgast sogar die Möglichkeiten hat, das Watt oder den Strand nochmal mit den Füßen zu zu spüren“, erzählt er.

„Es ist gar nicht so einfach gewesen, diese Vorstellungen zu ermöglichen“, sagt Frank Wenzlow, Vorsitzender des Vereins. Er und Hupe möchten im Namen aller künftigen Fahrgäste der „Sternenfahrten“ noch einmal bei allen Spendern bedanken.

Beide betonen, dass jede einzelne Spende dazu beigetragen habe, das Bisherige zu ermöglichen und Weiteres zu erreichen.

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Erstellt:
17. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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