Ein ökologischen Schatz

Ein ökologischen Schatz

Gute Laune bei den Männern von „Wir leben gern in Drakenburg“ und den Vertreter des Wasserverbands „An der Führse“ auf der Streuobstwiese am Wasserwerk. WV „An der Führse“

Windstärke vier, sechs Grad und Nieselregen – nicht gerade das Wetter für einen angenehmen Außentermin. Doch sowohl die Männer von „Wir leben gern in Drakenburg“ als auch die Vertreter des Wasserverbands „[DATENBANK=856]An der Führse[/DATENBANK]“ waren bei ihrem Treffen auf der Streuobstwiese am Wasserwerk bestens gelaunt. Zwischen den um diese Jahreszeit wenig spektakulär aussehenden Obstbäumen stehen solide, übermannshohe Bohlen: Sitzplätze für Greifvögel, die die Mitglieder der Drakenburger Senioren-Initiative in den vergangenen Wochen dort aufgestellt haben. „Wir haben das Lager aufgeräumt und das Holz, das von unserer Bänke-Aktion übriggeblieben ist, verwendet“, berichtet Wolfgang Rösler, Sprecher der, wie er selbst sagt, „Drakenburger Rentner-Truppe“.

Die „Rentner-Truppe“, im Kern 20 Mann stark, bringt sich mit Fantasie und Können ein, wenn es gilt, Drakenburg zu verschönern und kümmert sich auch um das parkähnliche Wassarium am Wasserwerk: „Die Initiative hat bei uns beispielsweise Bienenhäuser und ein Insektenhotel aufgestellt, und sie pflegt die Bäume der Streuobstwiese“, umreißt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Führseverband, das Engagement der Drakenburger. „Das ist an sich schon bemerkenswert. Richtig toll finde ich aber das ökologische Feingefühl, mit dem gearbeitet wird.“

So wird die Streuobstwiese nicht ratzekahl kurz gemäht, sondern lediglich zweimal im Jahr geschlegelt. In dem hohen Gras fühlt sich allerlei Getier wohl. Die Bäume sind wertvoller Lebensraum für Insekten, und die fallenden Äpfel, Birnen und übrigen Früchte machen die Fläche für die Tierwelt zusätzlich attraktiv. Das wiederum freut die Greifvögel, die die neuen Sitzstangen sofort mit Beschlag belegt haben. Wolfgang Rösler: „Hier sitzen fast jeden Tag Bussarde, Milane und Habichte.“

Und unter dem Strich profitieren alle vom Engagement des Verbandes für sauberes Wasser, sagt Joachim Oltmann: „Wir haben diese Fläche gekauft, um einen Beitrag zum Grundwasserschutz zu leisten. Bei den Bäumen auf der Streuobstwiese handelt es sich um alte und zum Teil seltene Sorten, und jeder, der will, kann sich bei den Früchten bedienen.“