Schwedens Fußballikone Zlatan Ibrahimovic jubelt wieder mit seinen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft. Foto: Pontus Lundahl/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Schwedens Fußballikone Zlatan Ibrahimovic jubelt wieder mit seinen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft. Foto: Pontus Lundahl/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Landkreis 06.04.2021 Von Syam Vogt

Ein wenig mehr Wertschätzung

Guten Tag – ein Kommentar

Es scheint doch noch Wunder zu geben. Schwedens Sturmikone Zlatan Ibrahimovic feiert im Alter von 39 Jahren sein Comeback und kehrt zur gelb-blauen skandinavischen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der extrovertierte „Fußballgott“ hat mit Spitzenleistungen bei seinem derzeitigen Klub AC Mailand auf sich aufmerksam gemacht, steht mit den Rossoneri hinter Stadtrivale Inter Mailand in der Tabelle auf Rang zwei.

Aber auch in der deutschen Fußballwelt tut sich einiges: Seit Wochen beschäftigt sich die Medienlandschaft mit dem Nachfolger, des nach der Europameisterschaft scheidenden Bundestrainers Joachim Löw. Der Coach kommt mir aber in der aktuellen Berichterstattung und Nachbetrachtung seiner zahlreichen nennenswerten Erfolge deutlich zu schlecht weg.

Bundestrainer Joachim Löw verabschiedet sich nach der Fußball-EM im Sommer. Foto: Federico Gambarini/dpa

Bundestrainer Joachim Löw verabschiedet sich nach der Fußball-EM im Sommer. Foto: Federico Gambarini/dpa

Er ist schließlich neben Sepp Herberger, Helmut Schön und Franz Beckenbauer erst der vierte Übungsleiter, der die deutsche Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel geführt hat. Natürlich war die vergangene WM in Russland und das Ausscheiden der deutschen Mannschaft auch bedingt von taktischen Fehleinschätzungen ein gehöriger Griff ins Klo, jedoch kann Erfolg sowie Misserfolg nicht nur an einem Turnier gemessen werden.

Die Jahre zuvor bewältigte Löw viele Widrigkeiten und brachte das Team mit einer Souveränität immer mindestens bis ins Halbfinale. Aus dem Tohuwabohu rund um die potenziellen Rückkehrer Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller ist schon lange die Luft raus. Löw sollte seinen Stolz runterschlucken und die drei wieder ins Team zurückholen, die Leistungen der Routiniers sprechen für sich und die Europameisterschaft wird durch ihre Erfahrung definitiv erfolgreicher.

In Sachen Trainerwechsel wird hingegen der brasilianische Fußballverband bald eine unkonventionelle Richtung einschlagen: Jede Mannschaft der Série A darf während einer Spielzeit nur noch einmal den Trainer wechseln. Wenn ein Verein zum zweiten Mal einen Trainer entlässt, muss der Nachrücker mindestens seit sechs Monaten im Verein gearbeitet haben, beispielsweise als Jugendtrainer oder Assistenzcoach.

Falls der Trainer seinen Rücktritt einreicht, gilt die Begrenzung für den Klub nicht. Eine smarte Lösung im derzeit so kurzlebigen Fußballgeschäft, und mit Sicherheit nichts für den FC Schalke 04.

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6. April 2021, 06:45 Uhr
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