Die arabische Version des Textes. CJD

Die arabische Version des Textes. CJD

Nienburg 05.08.2017 Von Ibrahim Hamou

Einblick ins deutsche Rechtssystem

HamS-Serie „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Kontaktbeamter Gerd Kertzinger zu Besuch im CJD

Am 30. Juni besuchte Gerd Kertzinger von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg die Teilnehmer der PerFact-Maßnahme (eine Arbeitsamt und [DATENBANK=931]JobCenter[/DATENBANK] geförderte Maßnahme in Kooperation mit der Rahnschule, der Deula und dem [DATENBANK=5661]Esta-Bildungswerk[/DATENBANK]) im CJD und hielt einen sehr informativen Vortrag über die Geschichte Deutschlands und seine Gesetze. Bei diesem ersten Termin sprach Gerd Kertzinger über die Entwicklung und Praxis deutscher Gesetze und die Rolle der Polizei. Er begann seinen Vortrag mit dem Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und betonte die besondere Rolle der Frauen in Wirtschaft und Politik.

Wir erfuhren von der Teilung Deutschlands nach dem Krieg in den Ost- und den Westteil durch die Alliierten und vom Städte- und Fabrik aufbau, der folgte, nachdem diese im Krieg beinahe gänzlich zerstört worden waren. Der Kontaktbeamte Kertzinger erklärte, dass man selbst nach so vielen Jahren, dem Wirtschaftswunder und vielen guten Zeiten in Deutschland auch heute noch viele Hinweise auf die damalige Zerstörung finden kann.

Er führte aus, dass die Frauen einen großen Anteil am Aufbau des modernen Deutschlands haben und dass das deutsche Recht die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Gesetzen und Verordnungen sehr ernst nimmt.

Wir erfuhren von dem Prozess der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Entwicklung der deutschen Verfassung, welche durch Gesetze Freiheit und ein würdiges Leben für alle Bürger der Gesellschaft garantieren soll, egal woher sie kommen, welche Religion sie haben und welchem Geschlecht sie angehören. Ausnahmslos jeder Mensch soll gleich sein. 

Für uns war sehr wichtig, dass Herr Kertzinger sagte,  dass die Flüchtlinge die deutschen Gesetze nicht fürchten sollten, weil diese Gesetze in erster Linie für die Gemeinschaft und nicht gegen sie sind. Die Polizei soll für die Sicherheit der in Deutschland lebenden Gesellschaft sorgen und dient und hilft allen Bürgerinnen und Bürgern.

Bei unserem zweiten Termin am 7. Juli bekam unsere Gruppe dann die Gelegenheit das Polizeirevier kennenzulernen. Gerd Kertzinger führte uns durch das ganze Gebäude und erklärte die verschiedenen Tätigkeiten und Aufgabenbereiche der Polizei. Wir durften sogar die Gefängniszellen sehen.

In Nienburg darf ein Mensch höchstens 48 Stunden in Haft bleiben. Danach entscheidet der Richter, ob der Mensch entweder in ein anderes Gefängnis kommt oder frei gelassen werden muss.

[DATENBANK=2864]Gerd Kertzinger[/DATENBANK] wusste aber auch viele spannende Geschichten und lustige Anekdoten zu erzählen. Wir waren alle von der Offenheit und der Ausführlichkeit der Erklärungen begeistert. Besonders einprägsam war für uns die Erkenntnis, dass die Polizei ein friedliches Miteinander fördern möchte und für, nicht gegen die Bürger arbeiten soll.

Herr Kertzinger betonte, dass es wichtig sei, weniger Hemmungen voreinander zu haben, um gemeinsam an einer friedlichen, sicheren Zukunft zu arbeiten.  Wir waren sehr zufrieden mit unserem Besuch im Polizeirevier Nienburg und schossen zum Abschied stolz Selfies und Gruppenfotos mit „unserem“ Polizeibeamten.

Das nächste Begegnungs-Café St. Martin findet am 8. August wie immer um 16 Uhr im Kulturwerk statt. 

Am Mittwoch, 9. August, um 19 Uhr gibt es im Diakoniegarten einen besonderen Abend: Mit Hein Benjes gehen wir auf eine Reise durch die Märchenwelt. Alle sind herzlich eingeladen.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des 57470, das vom Bundesamt für Migration gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

Die PerFact-Gruppe um Nienburgs Kontaktbeamten Gerd Kertzinger. CJD

Die PerFact-Gruppe um Nienburgs Kontaktbeamten Gerd Kertzinger. CJD

Zum Artikel

Erstellt:
5. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.