Schüler des Wirtschaftszweigs am Beruflichen Gymnasium in Nienburg sind zu Besuch beim Airbus-Werk in Bremen. Seemeyer

Schüler des Wirtschaftszweigs am Beruflichen Gymnasium in Nienburg sind zu Besuch beim Airbus-Werk in Bremen. Seemeyer

Nienburg 14.02.2018 Von Die Harke

Einblicke in Praxis großer Unternehmen

Schüler des Beruflichen Gymnasiums besuchten Airbus-Werk in Bremen und Nexans-Werk in Hannover

Wirtschaftler und Techniker des Beruflichen Gymnasiums der Nienburger [DATENBANK=1231]Berufsschule[/DATENBANK] haben jetzt verschiedene Produktionsstandorte besucht, um einen Einblick in die Praxis von Unternehmen zu bekommen. Die angehenden Abiturienten haben Airbus in Bremen (Wirtschaft) besucht oder waren im Nexans-Werk in Hannover (Technik). „Der Airbus-Besuch konzentrierte sich zunächst auf die Beobachtung und Diskussion der Fertigungsprozesse im Flugzeugbau“, teilt die Schule mit: „Ein besonderer Fokus lag auf den Bemühungen von Airbus zur Optimierung der europaweit auf die einzelnen Standorte verteilten Fertigungsprozesse und zur unternehmensweiten, lückenlosen Umsetzung eines totalen Qualitätsmanagements.“

Den angehenden Abiturienten wurde die Gelegenheit gegeben, den Fertigungsprozess der Flügel diverser Maschinentypen aus unmittelbarer Nähe zu betrachten, ohne künstliche Barrieren, direkt am Objekt und mitten im Geschehen der offensichtlich mit einer hohen Arbeitszufriedenheit tätigen Airbus-Fertigungsteams. „Für den Bereich Marketing lag der Schwerpunkt der Exkursion in der Produktpolitik und damit in der Auseinandersetzung mit dem Produktprogramm von Airbus, teilweise in direktem Vergleich mit dem Mitbewerber Boeing“, teilt die Schule mit. Abgerundet wurde das Programm durch einen kurzen Einblick in den Bereich der Raumfahrttechnik und die Rolle von Airbus im Rahmen des Europäischen Raumfahrtprogramms.

Die Exkursionen bewirkten bei den Schülern einen Motivationsschub hinsichtlich der Vorbereitung auf die Abiturprüfungen.

BBS Nienburg

Der inhaltliche Schwerpunkt der Exkursion der Techniker lag im Bereich der Kabeltechnik. Zahlreiche Kabeltypen, Verwendungsformen und Verlegeorte, beispielsweise die Anbindung der nordfriesischen Inseln mithilfe von Kabeln aus dem Werk Hannover, wurden von den Schülern begutachtet und mit dem Werksleiter diskutiert.

„Die anschließende Werksführung mit dem Ausbildungsleiter des Unternehmens lieferte eindrucksvolle Einblicke einerseits in die Produktion von Kabeln für den von Büsum aus nach Norwegen verlaufenden Nordlink, andererseits aber auch in das technische Qualitätsmanagement – hier wurden Testeinrichtungen für Kabel demonstriert, die für einen Betrieb von 40.000 Volt ausgelegt sind“, teilt die Berufsschule mit. Und: „Auch die Logistik der Kabelindustrie stand im Fokus des Interesses: Gabelstapler mit einer Traglast von 30 Tonnen gehören im Werk zum Alltag und eine Verladestation für 30-Kilometer-Offshore-Kabel umfasst schon einmal die Länge von mehreren Güterwaggons.“

Die Exkursionen lieferten nach Schulangaben auf mehreren Ebenen eine sinnvolle Verzahnung zwischen dem theoretischen und praktischen Unterricht der Profilfächer „Wirtschaft“ und „Technik-Elektrotechnik“ sowie der täglichen Praxis global agierender Unternehmen. „Gleichzeitig bewirkten sie bei den Schülern einen wichtigen Motivationsschub hinsichtlich der Vorbereitung auf die in Kürze anstehenden Abiturprüfungen in den Profilfächern“, teilt die Schule mit.

Schüler des Technikzweiges am Beruflichen Gymnasium in Nienburg beim Nexans-Werk in Hannover. Seemeyer

Schüler des Technikzweiges am Beruflichen Gymnasium in Nienburg beim Nexans-Werk in Hannover. Seemeyer

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Erstellt:
14. Februar 2018, 21:00 Uhr
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