Polizei ruft weiterhin zur Vorsicht vor Einbrechern auf  Photographee.eu / Fotolia

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10.12.2018 Von Alan Smithee

Einbruchsstatistik: Polizei ruft weiterhin zur Vorsicht auf

Laut aktuellen Zahlen steigt in Niedersachen die Aufklärungsquote für Wohnungseinbrüche. In Nienburg registriert die Polizei dagegen fallende Quoten. Vor Ort wurden in den letzten 12 Monaten 15 Prozent weniger Delikte aufgeklärt als im Vorjahr. Angesichts dieser Statistik fordert die Polizei Hausbesitzer weiterhin zur Einbruchssicherung auf.

Abschreckungsmaßnahmen verhindern zahlreiche Delikte

73240, meldete die Nienburger Polizei Ende 2016 sinkende Einbruchszahlen für den gesamten Landkreis. Nichtsdestotrotz konnte damals noch nicht von einer niedrigen Quote die Rede sein. In den Vorjahren waren vergleichsweise viele Delikte passiert. Um die Anzahl der Einbrüche weiter zu senken, leitete man 2016 besondere Maßnahmen ein. Neben einer Sonderstreife zählten hierzu Flugzettel zum Einbruchsschutz, die über Abschreckungsmaßnahmen aufklärten.

Mehr als die Hälfte aller potenziellen Wohnungsdiebe lässt sich laut Statistiken von einer Einbruchssicherung abschrecken. Durch Zuschüsse für Schutzelemente, wie einbruchshemmende Fenster und Türen, Meldeanlagen, Nachrüst- und Assistenzsystemen, können Immobilieneigentümer auch finanzielle Unterstützung beim Einbruchschutz erhalten. Mittlerweile zeichnet sich durch die polizeiliche Aufklärungsarbeit eine positive Entwicklung für 35 niedersächsische Landkreise ab. Allerdings bestehen zwischen den Kreisen sowohl hinsichtlich der Einbruchszahlen als auch der Aufklärungsquoten noch immer Unterschiede.

Starkes Gefälle zwischen Nord- und Südkreis

Im eher ländlich geprägten Südkreis haben sich im vergangenen Jahr weniger Straftaten ereignet als im Nordkreis. Dieses Gefälle erklären Polizeisprecher mit dem urbanen Umfeld des Nordkreises, dem vergleichsweise höhere Kriminalenergie innewohnt. Obwohl die Einbrüche im gesamten Bundesland abgenommen haben, handelt es sich bei einem Großteil aller niedersächsischen Straftaten noch immer um Diebstahl. Den abnehmenden Trend erklären sich Polizeisprecher insbesondere durch immer verlässlichere Überwachungstechnik und aufmerksame Bürger. In Schaumburg lag die Quote der gescheiterten Einbrüche durch diese Umstände schon vor einem Jahr bei 40 Prozent. Während Urlaubsreisen ist laut den Experten noch immer besondere Vorsicht geboten. Idealerweise thematisieren Urlauber ihre Abwesenheit nicht in Sozialen Netzwerken. Für den Zeitraum der Abwesenheit beauftragen sie am besten einen Nachbarn damit, Post aus dem Briefkasten zu nehmen.

Wenn Einbrecher klingeln

Gewaltsame Einbruchsversuche sind dank technischer Schutzsysteme zu einer Seltenheit geworden. Allerdings beobachtet die Polizei Nienburg Schaumburg mittlerweile einen neuen Einbruchstrend. Viele Täter klingeln und geben sich als Polizisten aus, um sich Zutritt zu Wohnungen und Häusern zu verschaffen. In einem Großteil aller Fälle sind die Opfer solcher Täter Senioren. In Ausnahmefällen legen sie ihre Einbrüche auch auf Zeiten, zu denen nur Kinder zu Hause sind. Bei verdächtigen Ereignissen rufen Polizeisprecher alle Bürger zum Handeln auf. Schon nach dem ersten Verdacht sei die Kontaktaufnahme mit der Polizei der beste Weg, um potenzielle Einbrüche zu verhindern.

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Erstellt:
10. Dezember 2018, 18:39 Uhr
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