Heidi Reckleben-Meyer DH

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Kolumne 26.04.2018 Von Heidi Reckleben-Meyer

Eine Einladung zum Aufatmen?

„Zeit für Freiräume in 2019 um des Menschen Willen“ lautet das Motto der Hannoverschen Landeskirche für das nächste Jahr. Nach all den Jahren mit Großereignissen wie dem Reformationsjubiläum, großen Tauffesten und dem 850-jährigen Bestehen des Loccumer Klosters soll es ruhiger werden – ganz bewusst. Diese „Einladung zum Aufatmen“, wie Superintendentin Dr. Ingrid Goldhahn-Müller es bezeichnete, stößt auch auf Skepsis. So wurde das Vorhaben in der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages Stolzenau-Loccum diskutiert (siehe auch Seite 39). Das ausgegebene Motto ist nichts, was es abzuarbeiten gilt. Es soll freiwillig sein, leicht und spielerisch. Experimente sollen erlaubt sein, und es darf auch mal etwas schiefgehen.

Im Kirchenkreistag wurde deutlich, dass Abweichungen von Routineabläufen Mehrarbeit bedeuten und Veränderungen auch Konflikte bringen könnten.

Es geht nicht darum, alle „Pflanzen“ der Gemeindearbeit aus dem Boden zu reißen und festzustellen, dass das keine gute Idee war. Es geht vielmehr darum, die vielen „Haben-wir-schon-immer-so-gemacht“ zu hinterfragen. „In den ersten Erfahrungen mit diesem Jahr habe ich bereits erlebt, dass schon das offene Gespräch über solche Veränderungen ein wichtiger und sinnvoller Schritt ist. Er weckt Wünsche und Träume und führt zu neuen Bildern über die Zukunft der Kirche“, betonte Landesbischof Ralf Meister.

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Erstellt:
26. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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