Matthias Brosch DH

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Landkreis 19.04.2019 Von Matthias Brosch

Eine Falle für Ladendiebe

Plötzlich ging nichts mehr, kein Vor, kein Zurück. Ich fühlte mich ertappt, dabei hatte ich nichts getan. Mein Sohn im Einkaufswagen bekam zum Glück nichts von meiner leichten Panik mit. Und da eilte auch schon eine Frau zu mir. Eine zweite Mitarbeiterin des Supermarktes folgte, um mich wenig später von meinen Fesseln zu erlösen. Ganz schön raffiniert diese Diebstahlsicherung in einem Nienburger Geschäft: Wer mit einem Einkaufswagen in den Laden hineinfährt und damit nach seiner Tour durch die Regale nicht die Kasse zum Bezahlen passiert, wird am Ausgang vor der automatischen Schiebetür einfach technisch gestoppt – und passend dazu ertönt ein Alarmton, damit es auch alle anderen mitbekommen.

Ich kann zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich den Supermarkt mit dem Einkaufswagen betreten habe, um dann zu merken, dass das Leergut, das ich abgeben wollte, sich noch im Kofferraum meines Autos befand. Deshalb drehte ich nach dem Passieren der Obst- und Gemüseabteilung um, natürlich ohne Einkäufe, um die leeren Getränkekisten zu holen. Das hätte ich besser nicht versucht …

Die beiden Mitarbeiterinnen sahen mir wohl meine Unschuld auf Anhieb an, zumal mein Einkaufswagen – abgesehen von meinem quicklebendigen Sohn – wahrhaftig leer war. Sie entschuldigten sich sogar, was ich überaus nett fand.

Grundsätzlich sind solche Sicherheitsvorkehrungen vollkommen zu begrüßen. Und es ist ebenfalls richtig, dass niemand auf Anhieb weiß, dass es sie gibt. Schließlich soll es ja tatsächlich Diebe geben, die selbst vor Friedhöfen keinen Respekt zeigen – siehe dazu den Bericht auf Seite 23 dieser HARKE-Ausgabe.

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Erstellt:
19. April 2019, 09:25 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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