Wollen an ein wichtiges erinnern (von links): Thema Ilona Romaus („Dasein“-Hospiz Nienburg), Birgitt Kottner (Palliativstützpunkt Nienburg und Umgebung), Annette Schmidt (KrebsnachsorgNienburg), vorne: Olga Suin de Boutemard (Nienburger Kulturwerk). Kulturwerk

Wollen an ein wichtiges erinnern (von links): Thema Ilona Romaus („Dasein“-Hospiz Nienburg), Birgitt Kottner (Palliativstützpunkt Nienburg und Umgebung), Annette Schmidt (KrebsnachsorgNienburg), vorne: Olga Suin de Boutemard (Nienburger Kulturwerk). Kulturwerk

Nienburg 24.02.2019 Von Die Harke

Eine Hymne an das Leben

Film „Mein Leben ohne mich“ läuft am 17. März im Nienburger Kulturwerk

Am Sonntag, 17. März, um 11 Uhr, zeigt das Kommunale Kino des Nienburger Kulturwerks den Film „Mein Leben ohne mich“ von der Regisseurin Isabel Coixet, ein bewegender Spielfilm über den Umgang des Menschen mit dem Tod. Zum Inhalt: Ann lebt mit ihrer Familie glücklich und zufrieden, ist eine Lebenskünstlerin, die mit unerschütterlicher Courage den Alltag zwischen Kindern und Putzjob meistert.

Das ändert sich schlagartig, als sie nach einer Routineuntersuchung erfährt, dass sie Krebs im Endstadium hat. Ihr bleiben noch wenige Monate. Die schreckliche Nachricht behält Ann jedoch für sich. In aller Stille will sie die verbleibende Zeit auskosten, um sich einige Herzenswünsche zu erfüllen, die sie auf einer Liste notiert: Wenigstens einmal will Ann rauchen, trinken und immer sagen, was sie denkt! Sie möchte sich noch einmal verlieben, außerdem brauchen Penny und Patsy eine geeignete Ersatzmutter und ihr Mann Don eine neue Frau.

Aber das Wichtigste ist: Ihren Kindern möchte sie für jedes Jahr Geburtstagsgrüße auf Band sprechen, bis sie 18 sind. Ihnen das Gefühl geben, für sie da zu sein, obwohl sie nicht mehr bei ihnen sein kann.

Die katalanische Regisseurin Isabel Coixet („Das geheime Leben der Worte“) inszenierte ein bewegendes Melodram, das durch seinen nüchternen, protokollarischen Realismus beeindruckt und zugleich von einer vielstimmigen Poesie durchweht wird.

Dank Sarah Polleys („Das süße Jenseits“) unaufdringlicher Darstellung ist diese Chronik eines angekündigten Todes nie sentimental oder kitschig. Trotz des schwierigen Themas ist der Film eine Hymne an das Leben.

Die langjährige Kooperation zwischen dem „Dasein“-Hospizverein Nienburg, dem Verein „Krebsnachsorge Nienburg“, dem Palliativstützpunkt Nienburg und Umgebung und dem Nienburger Kulturwerk schlägt mit der Verlegung der Veranstaltung auf den Sonntag einen neuen Weg ein: „Krebs ist in seiner Summe mehr als das Einzelschicksaal einer oder eines Betroffenen, sondern in der Regel eine Zäsur für die ganze Familie und das Umfeld“, so Olga Suin de Boutemard, Geschäftsführerin des Nienburger Kulturwerks. „Mit der Verlegung auf den Sonntagvormittag und einem anschließenden Miteinander im hauseigenen Bistro möchten wir das Thema zu einem Familienthema machen.“

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Erstellt:
24. Februar 2019, 15:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 10sec

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