Von Annchen Heymers Flucht nach Deutschland erzählt ihr Buch – gewidmet hat sie es ihrer Enkelin Nora, unterstützt bei der Umsetzung wurde und wird sie von ihrem Mann Eike. Ney-Janßen

Von Annchen Heymers Flucht nach Deutschland erzählt ihr Buch – gewidmet hat sie es ihrer Enkelin Nora, unterstützt bei der Umsetzung wurde und wird sie von ihrem Mann Eike. Ney-Janßen

Rehburg 08.10.2018 Von Die Harke

„Eine Kindheit in Pommern und anderswo“

Szenische Lesung über Flucht nach Deutschland

„Liebe Nora – Eine Kindheit in Pommern und anderswo“ – aus diesem Buch, das die Erinnerungen an ihre Kindheit in den Jahren 1938 bis 1950 umfasst, wird die Loccumerin Annchen Heymer am Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr, in den Ausstellungsräumen des Arbeitskreises Stolpersteine Rehburg-Loccum im Gebäude des Rehburger „Raths-Kellers“ lesen. Drei Jugendliche begleiten sie dabei, werden zu der jungen Annchen Heymer und zu deren Bruder Jürgen und gestalten so eine szenische Lesung. Als ihre Enkelin Nora zehn Jahre alt wurde, begann Annchen Heymer damit, aufzuschreiben, woran sie sich aus ihrer Kindheit erinnerte:

Die Mühsal eines Waschtages in den 1930er-Jahren beschrieb sie für Nora. Erzählte ihr von ihrem Heimatort Rügenwalde, der damals zu Deutschland gehörte. Von Kinderspielen und kleinen Streichen. Nach und nach gingen ihre Aufzeichnungen zu dem über, was ihre Kindheit auch und besonders nachhaltig prägte: dem Krieg und der daraus resultierenden Flucht für ihre Familie und sie.

Mit einfachen Worten berichtet Annchen Heymer von den Schrecken und auch von den Freuden jener Jahre – schließlich sollte ihre kleine Enkelin verstehen, welche Unterschiede es gab zwischen der Kindheit von Oma und Enkelin.

Aus dem langen Brief an Nora wurde Jahre später ein Buch – aus dem Annchen Heymer nun beim Arbeitskreis Stolpersteine lesen wird. Unterstützt wird sie dabei von Serivan Bagari, Konrad Ahl und Tjark Willging – drei Jugendlichen, die mit ihr gemeinsam die Lesung szenisch gestalten.

Zu beachten gibt der Arbeitskreis, dass der Zugang zu seinen Räumen nicht barrierefrei ist. Sofern Besucher kommen möchte, für die eine Treppe ein Hindernis darstellt, bittet er um vorherige Kontaktaufnahme unter der Telefon-Nummer (0 50 37) 13 89 oder per E-Mail an arbeitskreis@stolpersteine-rehburg-loccum.de. Gemeinsam wird dann nach individuellen Lösungen gesucht. Der Eintritt zu der Lesung ist kostenlos.

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Erstellt:
8. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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