Zum ersten Mal in seiner 70-jährigen Geschichte findet der traditionelle Epiphaniasempfang im Kloster Loccum dieses Jahr nicht statt. Foto: Stüben

Zum ersten Mal in seiner 70-jährigen Geschichte findet der traditionelle Epiphaniasempfang im Kloster Loccum dieses Jahr nicht statt. Foto: Stüben

Loccum 06.01.2021 Von Holger Lachnit

Eine Lücke in der Tradition

Traditionell laden Landeskirche und der Abt des Klosters Loccum am 6. Januar zum Epiphaniasempfang ein. Doch die evangelische Landeskirche Hannovers hat sich wie berichtet angesichts des Infektionsgeschehens dazu entschlossen, den Empfang zum ersten Mal in seiner 70-jährigen Geschichte abzusagen.

Begründer des Empfanges ist Abt Hanns Lilje, der 1950 zum ersten Mal zum Empfang „zwischen den Jahren“ eingeladen hatte. Seinerzeit fand diese Begegnung noch am 27. Dezember statt. Anlässlich Liljes Todestages am 6. Januar wurde der Empfang zum Epiphanias-Empfang.

„Es ist für uns eine schmerzliche Entscheidung, auf dieses erste Wiedersehen im neuen Jahr, welches immer auch eine Orientierung für die kommenden Monate war, zu verzichten“, schreibt Landesbischof Ralf Meister in einer Pressemitteilung. „Aber wie viele andere Institutionen stellen auch wir uns der Verantwortung für unsere Gäste.“

Angesichts des wieder steigenden Infektionsgeschehens war der Empfang bereits Ende vergangenen Jahres zunächst vom Kloster Loccum in verkleinerter Form in die Marktkirche Hannover verlegt worden. Doch auch dieser Plan ist angesichts der weiterhin hohen Zahlen nicht aufrecht zu erhalten.

„Der Epiphanias-Empfang wird weiter bestehen“, versichert Meister, der seit vergangenem Jahr auch Abt des Klosters ist. „Die zurückliegenden Monate haben uns gezeigt, welche Kraft aus der Verlässlichkeit einer Begegnung erwachsen kann. Deshalb werden wir zu dieser guten und lieb gewonnenen Verabredung zurückkehren, sobald wir es guten Gewissens verantworten können.“

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Erstellt:
6. Januar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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