16.12.2012

Eine Nistplattform für den Fischadler

NABU und e.on Avacon errichteten weitere Nistmöglichkeit im Naturschutzgebiet Wiedesee

Hoya (DH). Ermuntert durch den Fischadler-Bruterfolg an den Liebenauer Kiesgruben – drei Jungvögel wurden flügge – ergab sich für den NABU Nienburg nun erneut sie Chance, etwas für diese seltene Adlerart zu tun. Im Naturschutzgebiet (NSG) Wiedesee bei Hoya wurden vor kurzem Nistplattformen für Fischadler auf ausgedienten Betonstrommasten errichtet.

Die durch das NSG Wiedesee Hoya laufende 20 000 Volt Stromleitung wurde von e.on Avacon zurückgebaut. Die Betonmasten sollten entfernt werden. „Was lag da näher als auch dort, so wie im Gebiet der Liebenauer Kiesgruben erfolgreich praktiziert, die Masten in NABU-Eigentum zu übernehmen und mit Nistplattformen für den Fischadler herzurichten“, sagt Jens Rösler vom NABU Nienburg.

Nachdem die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Nienburg vorlag, der Grundeigentümer (LGLN) auf denen die Masten stehen auch zugestimmt hatte, konnte der Übernahmevertrag für die Masten unterzeichnet werden.

Anfang November wurden dann von Auszubildenden der e.on Avacon die Fischadler Nistplattformen in ca. 13 Metern Höhe auf die Betonmasten montiert werden. Nach der Montage wurden noch Weidenzweige und Grassoden auf die Plattform aufgebracht, um die Attraktivität zu erhöhen.

Rösler: „Nun gilt es abzuwarten, bis die Fischadler im März/April aus ihren Winterquartieren aus Westafrika, Marokko oder Spanien zurückkehren. Leider mangelt es bei uns an natürlichen Nistmöglichkeiten, so dass die Fischadler sehr gerne solche Hilfsangebote annehmen. Da die Jungvögel aus Liebenau, aber auch die vom Steinhuder Meer, immer wieder an ihren Geburtsort zurückkehren, um ihre eigene Brut zu beginnen, ist die Chance groß, dass auch diese Nisthilfen in den nächsten Jahren besetzt werden,“ so der NABU-Vorsitzende abschließend.

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Erstellt:
16. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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