Salztruhe, um 1950, Steingut, glasiert, Holz. Foto: Museum Nienburg

Salztruhe, um 1950, Steingut, glasiert, Holz. Foto: Museum Nienburg

Nienburg 29.03.2017 Von Die Harke

Eine Truhe für das „weiße Gold“

„Objekt des Monats“ im Museum Nienburg

Eine Salztruhe aus den 1950er-Jahren ist das „Objekt des Monats“ im [DATENBANK=1633]Museum Nienburg[/DATENBANK]. Dazu heißt es: „Damit das redensartliche Salz in der Suppe nicht fehlt ist es wichtig, dass beim Kochen immer ein bisschen Salz greifbar ist. Das in früherer Zeit auch als ‚weißes Gold‘ bezeichnete Salz gehört heutzutage wie selbstverständlich zu den dauerhaft in einer Küche vorrätigen Gewürzen. Doch über Jahrhunderte hinweg war Salz ein äußerst wertvolles Gut, weshalb es auch nur sehr sparsam Verwendung fand. Im 19. und 20. Jahrhundert, mit Einsetzen der Industrialisierung, wandelte es sich dann zu einem alltäglichen Produkt. Wurde früher noch vom Salzmangel gesprochen, so ist heute häufig die Rede von einem zu hohen Salzkonsum.

Um diesem entgegenzuwirken und beim Verfeinern von Speisen immer die richtige Dosis zu finden, setzen viele Köche in erster Linie nicht auf Salzstreuer oder -mühlen, sondern vielmehr auf ein offenes Töpfchen mit Salz, aus dem heraus sie dann die gewünschte Menge an Salz entnehmen. Diese Gefäße können an der Wand in der Nähe des Herdes angebracht werden und so bei Bedarf schnell zum Einsatz kommen.“

Die im Museum gezeigte Salztruhe wurde um 1950 in der Schramberger Majolika-Fabrik, einer Steingutfabrik im heutigen Baden-Württemberg, die von 1820 bis 1989 bestand, hergestellt und dann unter anderem in einer Küche in Drakenburg verwendet.

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Erstellt:
29. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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