Eine Zeit der Ungewissheit

Eine Zeit der Ungewissheit

Sabine Lüers-Grulke DH

Heute endet für die Studenten an der Polizeiakademie Nienburg die Frist für ihre Versetzungsplanung. Bis heute dürfen die angehenden Polizisten noch je vier Wünsche anmelden, an welcher Dienststelle sie zum 1. Oktober ihren Dienst antreten möchten.

Wohin es dann tatsächlich geht, werden sie wohl erst kurz vorher erfahren. „Wir sind spät dran mit der Versetzungsplanung, aber das ist wohl jedes Jahr so“, sagte gestern Soeke de Vries von der Polizeiakademie Nienburg. Die Akademie ist ausführendes Organ für die Versetzungsplanung der Polizeibehörden.

Für die Nienburger Studenten, die vor knapp drei Jahren für die Polizeidirektion Göttingen eingestellt wurden und jetzt kurz vor dem Abschluss ihres Studiums stehen, stellt sich jetzt unter Umständen ein Problem: Die Direktion Göttingen ist, wenn man sie auf der Landkarte betrachtet, extrem lang und schmal. Ihr nördlichster Punkt ist die Polizeiinspektion Nienburg. Wer Gefallen an der Kreisstadt gefunden hat oder ohnehin von hier kommt und gerne bleiben möchte, kann nicht unbedingt damit rechnen, hier wohnen bleiben zu können. Denn die Göttingens Bereich reicht eben südlich bis nach Hann. Münden und Bad Lauterberg am Harz. Zu weit, um von hier aus dorthin zu pendeln. Allenfalls die Bereitschaftspolizei Hannover ließe sich noch erreichen.

Viele Studenten haben ihre Nienburger Wohnungen deshalb schon vorsichtshalber zum Ende September gekündigt. Für alle beginnt jetzt die Zeit des Hoffens und Bangens, eine Zeit der Ungewissheit: Wo geht es hin?