07.12.2014

Eine Zwischenbilanz

Verein „Menschlichkeit e. V.“ verzeichnet starkes Interesse am Klinik-Projekt in Nigeria

Nienburg. Am Sonnabend vergangener Woche traf sich das Team „Menschlichkeit – humanity first“ zum vierten Mal im Spendensammelraum (ehemalig Cordes) am Schloßplatz. Dr. Anario Onyeukwu unterstreicht: „Bei allen meinen persönlichen Gesprächen mit den Spenderinnen und Spendern ist mir aufgefallen, dass diese unser Projekt nicht nur mit Sachspenden, sondern auch ideologisch unterstützen. So werden mir zum Beispiel Fragen nach den allgemeinen Lebensbedingungen in Afrika gestellt. Zunächst erkläre ich, dass Nigeria das bevölkerungsreichste Land in Afrika ist und zugleich ein sehr reiches Land. Doch der Reichtum beschränkt sich auf einen sehr begrenzten Teil der Bevölkerung, der Großteil lebt unterhalb der Armutsgrenze. Da wir in Nigeria keine Infrastruktur haben, keine richtigen Straßen, keine stabile Elektrizität, keine Krankenversicherung und ein Schulsystem, welches sich nur die Reichen leisten können, sind wir auf die Hilfe von Außen angewiesen.“

Regina Andresen vom Verein Menschlichkeit e.V., die mehrere Male in Nigeria war und auch seit Jahren unterschiedliche kleine Projekte fördert, kann diesem nur beipflichten. „Aufgrund der instabilen Situation in Nigeria haben die Menschen gelernt, viel zu improvisieren. Beispielsweise fällt dort ständig der Strom aus, und die Menschen sind auf Generatoren angewiesen, die sich nicht jeder leisten kann. In Nigeria gibt es nur zwei Welten: Die ganz Reichen oder die ganz Armen. Ein Zwischending gibt es nicht. Daher fördert der Verein Menschlichkeit e.V. auch Projekte in den Entwicklungsländern.“

Dr. Anario Onyeukwu hat aus Eigenmitteln Praxisräume für seine „Dr.-Onyeukwu-Klinik“ bauen lassen. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, der armen Bevölkerung in seinem Land zu helfen. In den neuen Praxisräumen in Lagos praktiziert bereits seit über zwei Monaten ein Kollege. Er führt Untersuchungen durch und verteilt kostenlos Medikamente an die Menschen, die sich einen Arztbesuch und die notwendigen Medikamente nicht leisten können.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Kollegen von Dr. Onyeukwu in Deutschland mit ihren Sachspenden zum Aufbau der Klinik betragen wollen. So sind unter anderem Sonogeräte oder Behandlungsbänke angeboten worden. Die „Dr.-Onyeukwu-Klinik“ soll aber auch auf lange Sicht im Sinne der Nachhaltigkeit unterstützt werden. Das sei Ziel und Aufgabe des Vereins Menschlichkeit e.V.. Zur Zeit wird nach Möglichkeiten gesucht, einen Container finanziert zu bekommen, um die bisher eingegangenen und hoffentlich noch zahlreich eingehenden Spenden nach Nigeria zu verschiffen. Neben den ganz wichtigen Medikamenten und Hygiene-/Drogerieartikeln sind Kinderkleidung, Kinderschuhe sowie gut erhaltene Damen- und Herrenbekleidung, Schuhe, Fahrräder und weiteres gefragt.

Bis Anfang Januar 2015 werden jeden Sonnabend von 13 bis 15 Uhr auf dem Schlossplatz (linke Seite vom Eingang Media-Markt – ehemalig Cordes) Sachspenden angenommen. Das Team „Menschlichkeit“ und Dr. Anario Onyeukwu persönlich freuen sich auf zahlreiche Besucher. DH

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Erstellt:
7. Dezember 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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