Günter Tollmann, ohne Titel, 1983, Öl auf Papier. Jürgen Dehn

Günter Tollmann, ohne Titel, 1983, Öl auf Papier. Jürgen Dehn

Syke 25.10.2017 Von Die Harke

„Eine aus Zwanzig“

Die Highlights der Kunstsammlung Kreissparkasse Syke werden zum zehnjährigen Bestehen des Syker Vorwerks ab 29. Oktober gezeigt

Am 29. September 2007 öffnete das [DATENBANK=5578]Syker Vorwerk[/DATENBANK] – Zentrum für zeitgenössische Kunst – seine Türen in einem der ältesten Häuser der Stadt Syke. 2002 wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude von der Gemeinnützigen Stiftung Kreissparkasse Syke übernommen, umfangreich saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Zentrum für zeitgenössische Kunst bietet heute einerseits überregional bedeutenden zeitgenössischen Künstlern aus der Region eine Ausstellungsplattform und präsentiert anderseits Kunst der Gegenwart aus ganz Deutschland und darüber hinaus in allen ihren Spielarten.

Um seine enge Verbundenheit mit der Kreissparkasse Syke auch einmal inhaltlich zu zeigen, präsentiert das Syker Vorwerk aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens die Höhepunkte aus der Kunstsammlung der Kreissparkasse Syke.

1862 gegründet, blickt die Kreissparkasse auf eine lange Tradition zurück. Kunst zur Ausstattung von Immobilien ist mutmaßlich bereits lange Bestandteil dieser Tradition. So lässt sich eines der frühesten und bis heute in der Sammlung verbliebenen Kunstwerke auf das Jahr 1937 datieren: Ein Gemälde zeigt im neu-sachlichen Stil den Neubau der gerade fertig gestellten Hauptstelle am Syker Mühlendamm. Signiert ist dieses Bild mit W. Rohde und deutet auf den in seiner Zeit als herausragenden Fotografen bekannten Bremer Künstler Werner Rohde (1906 bis 1990) hin, der sich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges mutmaßlich mit solchen Auftragsarbeiten über Wasser gehalten hat.

Die regelmäßige aktive Sammeltätigkeit der Kreissparkasse Syke begann jedoch erst in den 1970er Jahren und wurde insbesondere seit Ende der 1980er Jahre durch den kunstaffinen Sparkassenvorstand stark forciert. So befinden sich bis heute weit mehr als 1000 Kunstwerke, über die 30 Geschäftsstellen verteilt, im Besitz des Bankhauses.

Die Ausstellung „Eine aus Zwanzig“ – der Name geht zurück auf den Titel eines Auftragswerkes aus dem Jahr 1998 von Hans-Albert Walter (1925 bis 2005), das die damals noch 20 Bankleitzahlen der Kreissparkasse Syke zeigt – stellt eine Auswahl aus fünf Bereichen vor, aus denen sich die Kunstsammlung maßgeblich zusammensetzt: Künstlerinnen und Künstler aus der Region und Bremen, Stipendiaten und Stipendiatinnen der Künstlerstätte Stuhr-Heiligenrode, Kulturpreisträger und Kulturpreisträgerinnen des Landkreises Diepholz, überregionale Künstler und Künstlerinnen und internationale Gegenwartskunst in druckgrafischen Originalen.

So ist eine vielfältige Ausstellung mit mehr als 80 Exponaten von über 30 Künstlerinnen und Künstlern entstanden, die erstmalig die vielfältige Sammlungstätigkeit der Kreissparkasse Syke als eindrucksvolle Gesamtschau vor Augen führt.

Für das Publikum geöffnet ist die Schau ab 29. Oktober. Sie läuft bis zum 14. Januar.

Hans-Albert Walter, „eine aus zwanzig“, 1998, Acryl auf Papier. Jürgen Dehn

Hans-Albert Walter, „eine aus zwanzig“, 1998, Acryl auf Papier. Jürgen Dehn

Sabine Wewer, „Moby Dick“, 2010, Acryl auf Leinwand. Jürgen Dehn

Sabine Wewer, „Moby Dick“, 2010, Acryl auf Leinwand. Jürgen Dehn

Zum Artikel

Erstellt:
25. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.