Im Nordertor entsteht ein neues Haus: Im generationsübergreifenden Quartiersprojekt „LaVie“ soll nach dem Einzug nachbarschaftliches Leben nach dem Motto „einfach gemeinsam leben“ entwickelt werden. Garms

Im Nordertor entsteht ein neues Haus: Im generationsübergreifenden Quartiersprojekt „LaVie“ soll nach dem Einzug nachbarschaftliches Leben nach dem Motto „einfach gemeinsam leben“ entwickelt werden. Garms

Nienburg 04.05.2019 Von Die Harke

Eine besondere Wohngemeinschaft

Im Wohnprojekt „LaVie“ werden auch junge Menschen mit Behinderungen leben

Wer im Nordertor unter der Hochstraße hindurch die Verdener Landstraße stadtauswärts fährt, sieht auf der rechten Straßenseite das neue Quartiersprojekt „LaVie“ des Nienburger Wohnungsunternehmens GBN mit Wohnbauten entstehen.

„LaVie“ – das Leben – nennt die GBN das dort entstehende generationsübergreifende Quartiersprojekt, in dem sich durch die bauliche Anlage gefördert nachbarschaftliches Leben frei nach dem Motto „einfach gemeinsam leben“ entwickeln soll. Im Erdgeschoss eines der Gebäude wird die gemeinnützige GfI Gesellschaft für Integration eine weitere neue familiäre Wohngemeinschaft für junge Menschen mit Behinderung eröffnen. Zum Oktober dieses Jahres sollen die Räume bezugsfertig sein, und die ersten Bewohnerinnen und Bewohner werden in ihr neues Zuhause ziehen. In nächster Nähe gibt es Einkaufsmöglichkeiten, und mit dem Bus geht es schnell in die Innenstadt. Die Wohngemeinschaft als besondere Wohnform bietet Menschen mit Behinderung ein gemeinschaftliches Wohnen.

Die GfI ist ein gemeinnütziger Einrichtungsträger und bietet bereits seit vielen Jahren Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung im Landkreis Nienburg und in der Region Hannover. „Unser gesetztes Ziel ist, Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des Lebens zur Erreichung und zum Erhalt ihrer größtmöglichen Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit zu unterstützen und zu beraten. Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich der Eingliederungshilfe und engagieren uns für die Belange von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Arbeitsgremien“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die GfI als Träger der Wohngemeinschaft leiste die benötigten personenorientierten Hilfen und Unterstützungen für die Bewohnerinnen und Bewohner am Tag und in der Nacht. Das Angebot soll ebenso für sehbehinderte Menschen geeignet sein. Jeder der acht Bewohnerinnen und Bewohner bezieht ein großzügig geschnittenes Einzelzimmer.

Das Konzept erklärt die GfI wie folgt: „Es wird ein gemeinschaftliches Wohnen geboten, eben Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit unter Beibehaltung der persönlichen Privatsphäre und bestmöglicher Eigenständigkeit. Man lebt nicht allein, bewahrt sich aber nach eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen individuelle Selbstständigkeit.“ Einige der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner haben sich bei begleiteten Treffen schon kennenlernen können. Für weitere Interessierte stehen aber noch wenige freie Wohnplätze zur Verfügung.

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Erstellt:
4. Mai 2019, 11:36 Uhr
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