Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gedenkstättenfahrt. Voigt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gedenkstättenfahrt. Voigt

Landkreis 02.01.2018 Von Die Harke

„Eine bewegende Erfahrung“

Schüler waren auf Gedenkstättenfahrt in Auschwitz und Krakau

Auschwitz und Krakau waren die Ziele für 54 Schülerinnen und Schüler aus den sechs Schulen [DATENBANK=4419]Albert-Schweitzer-Schule[/DATENBANK], [DATENBANK=1231]Berufsbildende Schule[/DATENBANK], [DATENBANK=4705]Marion-Dönhoff-Gymnasium[/DATENBANK] und [DATENBANK=3590]Leintorschule[/DATENBANK] aus Nienburg, [DATENBANK=827]Oberschule Marklohe[/DATENBANK] und [DATENBANK=169]Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya[/DATENBANK], die von sechs Lehrkräften sowie den beiden Organisatoren der Reise, den Pastoren [DATENBANK=3100]Jann-Axel Hellwege[/DATENBANK] aus Balge und [DATENBANK=276]Marco Voigt[/DATENBANK] aus Nienburg, begleitet wurden. Nach Mitteilung der Organsatoren standen in Auschwitz Führungen sowohl durch das Stammlager, als auch durch das riesige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. An den Nachmittagen hätten die Jugendlichen aber auch erfahren, dass in Oswiecim unweit der Lager bis heute an die einst blühende jüdische Kultur erinnert werde.

In einem Liceum, also einer weiterführenden Schule, seien die deutschen schnell mit polnischen Jugendlichen ins Gespräch gekommen und hätten das Erlebte und Gehörte in Workshops, in denen eine Fotodokumentation erstellt, Texte geschrieben, Bilder gemalt, Barackenmodelle gebastelt und Theater gespielt wurden, verarbeitet.

Einen besonderen Eindruck habe ein Abend mit dem 92-jährigen Zeitzeugen Wacław Długoborski hinterlassen, der als polnischer Widerstandskämpfer am Warschauer Aufstand beteiligt war und zur Strafe nach Auschwitz gebracht wurde. Ausführlich erzählte er von den Bedingungen innerhalb des Lagers und seiner gelungenen Flucht und beantwortete die Fragen der jungen Menschen.

Um auch die zeitgenössische jüdische Kultur kennen zu lernen, ging es am vorletzten Tag nach Krakau, wo eine Führung durch das jüdische Viertel und das ehemalige Ghetto, eine Besichtigung des Oskar-Schindler-Museums sowie ein jüdisches Essen mit anschließender Klezmer-Musik auf dem Programm standen.

Den Abschluss der Reise bildeten eine Kranzniederlegung und das Entzünden einer Kerze am Ehrenmal für die Ermordeten in Birkenau.

„Als Fazit hielten die Jugendlichen fest, dass die Reise bei aller Anstrengung eine bewegende Erfahrung für sie war, die sie auch nachfolgenden Jahrgängen sehr empfehlen können“, heißt es abschließend von den Organisatoren.“

Am Ehrenmal für die Ermordeten in Birkenau legten die Besucher aus dem Landkreis Nienburg einen Kranz nieder und entzündeten eine Kerze. Voigt

Am Ehrenmal für die Ermordeten in Birkenau legten die Besucher aus dem Landkreis Nienburg einen Kranz nieder und entzündeten eine Kerze. Voigt

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Erstellt:
2. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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