Mit diesem Logo wirbt die Samtgemeinde für Jubiläumsjahr. Samtgemeinde Liebenau

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Liebenau 02.02.2017 Von Die Harke

Eine etwas andere Festschrift

850 Jahre Liebenau: Statt Chronik-Band ein Heft für alle Bürgerinnen und Bürger

In diesem Jahr feiert Liebenau sein 850. Jubiläum. Der Ort ist mit Sicherheit sehr viel älter, aber der erste Beleg – eine Urkunde Heinrichs des Löwen – stammt aus dem Jahr 1167 und liefert neben dem Anlass zum Feiern auch den für eine Chronik, die in den kommenden Tagen an alle Haushalte geht. Wer nun ermüdende Datenreihen und zahllose Namen aus achteinhalb Jahrhunderten befürchtet, liegt falsch: „Wir haben ganz bewusst auf eine dicke, wissenschaftlich fundierte Chronik verzichtet“, sagt [DATENBANK=152]Gemeindedirektor Walter Eisner[/DATENBANK]. Bürgermeisterin Margit Schmidt ergänzt: „Statt dessen haben wir uns überlegt: Was macht Liebenau eigentlich aus? Und das haben wir in unserer Chronik beispielhaft beleuchten lassen.“

Entstanden sei ein Heft, in dem die 51744 in Entwicklungszusammenhängen dargestellt werde – und das kurz und knackig. Es spannt den Bogen von den Altsachsen über Bruchdorf und die Grafen von Hoya bis zur legendären Sensenproduktion und Liebenau als „Wiege“ der Gewerbeschauen. Auch die Klöppelspitzenproduktion bekam ein eigenes Kapitel. Darin wird zum Beispiel deutlich, dass die Frauen und Mädchen für die weithin berühmte Qualität der Liebenauer Spitzen einen hohen Preis zahlen mussten: Viele Liebenauerinnen mussten schon in frühester Jugend das Klöppeln lernen und gingen statt zur Schule in sogenannte „Klöppelschulen“.

Dunkler Fleck in der Ortschronik: die Pulverfabrik

Auch heute wird noch geklöppelt, und zwar auch weiterhin in der berühmten Qualität.

Auch die dunkelste Phase der Liebenauer Geschichte wird thematisiert: die 45833. "Deren Nachnutzung bescherte dem Flecken dann eine Zeit großen Wohlstands; als aber das letzte Unternehmen dort seine Produktion einstellte, begann für die Kommune eine Zeit erheblicher finanzieller Schwierigkeiten", wird mitgeteilt.

Die bleiben nicht ohne Wirkung. Die Jubiläumschronik beschreibt anschaulich, wie sich der Flecken diesen Herausforderungen mit Kreativität, politischem Willen und vielfältigem ehrenamtlichen Engagement stellt und mit welchen Ansätzen man in Liebenau dem Strukturwandel und der demografischen Entwicklung begegnet.

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Erstellt:
2. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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