Wissen Sie, was es mit dem Neujahrsgruß „Guten Rutsch“ auf sich hat?

Wissen Sie, was es mit dem Neujahrsgruß „Guten Rutsch“ auf sich hat?

Landkreis 27.12.2020 Von Matthias Brosch

Eine gute Entschleunigung

Guten Tag – eine Kolumne

Liebe Leser und Leserinnen, wenn Sie diese Ausgabe der HARKE am Sonntag in den Händen halten, befinden wir uns „zwischen den Jahren“. Es ist schon verrückt, was uns die Coronavirus-Pandemie in den vergangenen Monaten abverlangt hat, und gleichzeitig spannend, wie es 2021 weitergeht.

Ungeachtet eines wahrscheinlich ruhigeren Jahreswechsels wünscht die gesamte Redaktion allen einen „Guten Rutsch!“

Wissen Sie eigentlich, was es mit diesem Silvester- beziehungsweise Neujahrsgruß auf sich hat? Mit den Wetterverhältnissen in der Winterzeit und glatten Straßenbelägen dürfte es nichts zu tun haben.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfS) widmet der Frage, warum wir uns einen „Guten Rutsch!“ wünschen, einen eigenen lesenswerten Beitrag und berichtet über die verschiedenen Erklärungen, die im Umlauf sind. Die Wunschformel stammt demnach wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert, was wiederum keinesfalls gesichert ist.

Der Duden bietet aktuell mehrere Deutungen an: „wohl zu Rutsch[e] = Reise, Fahrt und ursprünglich = gute Reise; vielleicht im Sinne von „guter Anfang“, beeinflusst von rotwelsch rosch = Anfang, Beginn).

Wesentlich nüchterner und am eigentlichen Wortsinn von rutschen orientiert – „sich gleitend [über eine Fläche] bewegen“ – fällt laut GfS die Herleitung durch Lutz Röhrich im „Großen Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten“ (Freiburg 1992) aus: Er führt sie auf die Vorstellung eines „langsamen, fast unmerklichen Hinübergleitens“ in das neue Jahr zurück.

Das würde zum heutigen, viel zitierten Begriff „Entschleunigung“ passen.

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Erstellt:
27. Dezember 2020, 06:28 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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