Eine kleine Liebeserklärung

Eine kleine Liebeserklärung

Helge Nußbaum DH

Um ordentlich zu schwitzen, muss man joggen, ins Fitnessstudio gehen oder Crossfit machen? Falsch. Auch Tischtennis fordert den Körper. Wer es nicht glaubt, sollte es dringend ausprobieren oder wenigstens mal in der Lemker Sporthalle bei den Markloher Oberliga-Herren vorbeischauen und sich „Ping-Pong“ vom Feinsten gönnen. Meine eigenen Tischtennis-Erfahrungen liegen bereits einige Jahre zurück und auch wenn unser geschätzter freier HARKE-Mitarbeiter Frank Nauenburg es nicht mehr hören kann: Ich glaube, ich hatte wirklich Talent als junger Bursche und schaffte es auch mal zur Landesrangliste. Mit Cracks wie Dennis Lau konnte ich mich allerdings damals schon nicht messen. Mit 18 Jahren war Schluss, das runde Leder und der grüne Rasen lockten mehr als die warme Halle.

Heute, im mittlerweile gesetzteren Alter, sehe ich es wieder ein bisschen anders. Ihren Anteil Schuld daran tragen bestimmt auch die Markloher. Wer Spitzensport im Landkreis Nienburg sehen will, sollte dringend in Lemke vorbeischauen, denn was SCM-Neuzugang Florian Buch (deutscher Top-100-Spieler), Niklas Matthias oder Lau dort auf die Platte zaubern, ist schon à la bonne heure. Ballwechsel zum Zungeschnalzen und dank Emotionsmonster Andre Kamischke ist auch der eine oder andere Lacher dabei. Niemand kann sich so schön freuen oder aufregen über die Tücken der Zelluloid-Kugel wie er.

Wenn ich Ihnen nun den Mund noch nicht wässrig genug gemacht habe: Im Schnitt bevölkerten zuletzt 80 Zuschauer die Lemker Halle. Dort bekommt man neben den starken sportlichen Leistungen nicht nur etwas für die Augen geboten, nein, auch kulinarisch entwickeln sich die Markloher immer weiter. Verhungern und verdursten muss jedenfalls niemand und wärmer als auf dem Fußballplatz ist es ohnehin allemal.

Wenn Sie jetzt allerdings darauf brennen und es gar nicht mehr abwarten können nach Lemke zu fahren, muss ich Sie allerdings ein bisschen enttäuschen. Die Markloher haben gerade ihr viertes Heimspiel in Serie hinter sich (siehe Bericht auf dieser Seite) und spielen erst wieder im neuen Jahr zu Hause. Jetzt stehen noch zwei Auswärtsspiele an, ehe erst am 12. Januar daheim die Rückrunde startet. Dann erwarten die Jungs um Thilo Marschke und Nikolai Marek den MTV Jever, der sich in Lemke auf sein heimisches Bier freuen, die Punkte, wie fast jedes Auswärtsteam, aber dalassen darf.

Wenn die Markloher so weitermachen, haben wir bald einen Regionalligisten im Kreisgebiet... Chapeau!