Walter Meinders stellte die Stadt Nienburg vor und ließ sich von Haydi Omar auf der Geige vorspielen.
 CJD Nienburg

Walter Meinders stellte die Stadt Nienburg vor und ließ sich von Haydi Omar auf der Geige vorspielen. CJD Nienburg

Nienburg 18.03.2017 Von Die Harke

Eine kleine aber bunte Stadt

Nienburgs ehemaliger Wirtschaftsförderer Walter Meinders stellte den Standort im Begegnugscafé vor

Im Begegnungscafé St. Martin referierte Diplom-Ingenieur [DATENBANK=1488]Walter Meinders[/DATENBANK] über den Lebens- und Wirtschaftsstandort Nienburg. Er ist Nienburgs ehemaliger Wirtschaftsförderer und hat die vier seiner Meinung nach besonderen Merkmale der Stadt hervorgehoben. Die zentrale Lage in Niedersachsen, sowohl auf der Straße, kurze Wege zu den Autobahnen, in der Luft, die Flughäfen Bremen und Hannover sind schnell erreichbar und zu Wasser, die Weser bietet Anschluss an das Netz der Binnenwasserstraße und im Sommer eine Personenschifffahrtslinie.

Zweitens ist Nienburg eine liebens- und lebenswerte Weserstadt mit ausgedehnter Infrastruktur. Es gibt nicht nur alle Schularten, Kindergärten, ein Krankenhaus, die Polizeiakademie, Nienburg ist auch eine Sportstadt mit Schwimmbädern und mehr als 40 Vereinen, die Sport anbieten.

Drittens ist Nienburg ein bedeutender Industriestandort mit chemischer Industrie, Katalysatoren- und Hohlglasproduktion. Investitionswilligen Unternehmen stehen hier gut erschlossene Gewerbegebiete zur Verfügung.

Außerdem ist Nienburg ein aufstrebendes Mittelzentrum mit großem kulturellem Angebot. Altstadtfest, Scheibenschießen, Pellkartoffelessen, Spargellauf werden durch ein Theater, Konzert- und Ausstellungsangebote sowie eine vielfältige Gastronomie ergänzt.

Dann nahm Meinders die Besucher fotografisch auf einen Rundflug über Nienburg mit, in der etwa 32.000 Menschen wohnen. Er zeigte unter anderem den Stadtkern mit der historischen Altstadt, die Industrieansiedlungen im Norden mit Glas-, Kunststoff- und Chemieindustrie, im Süden den Schäferhof mit Industrie- und Handwerksbetrieben sowie die Gewerbegebiete rund um den Bahnhof mit seinen Logistikbetrieben. Im Dienstleistungspark am Meerbachbogen sind außerdem Polizei, Gerichte, Krankenhaus und nicht weit davon die Berufsbildenden Schulen und mehr angesiedelt.

Nienburg sei durch die Produkte seiner Betriebe mit der ganzen Welt verbunden, und all diese Firmen benötigten Arbeitskräfte und Fachpersonal, besonders die ansässigen Handwerksbetriebe. Und darin sieht Meinders die Chance für die zugereisten Menschen mit entsprechendem „Status“, sich als erstes gut die deutsche Sprache anzueignen und, wenn vorhanden, Ausbildungsnachweise anerkennen zu lassen. Das erleichtere die Jobsuche. Ganz wichtig sei auch die gegenseitige Unterstützung.

Menschen, die schon länger in der Stadt lebten, wüssten besser wie die „Uhren hier ticken“, erläuterte Meinders. Sie könnten Hilfe leisten. Gut sei auch, wenn sich noch Menschen fänden, die als Jobcoach unterstützen könnten, bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, bei Besuchen im Berufsinformationszentrum und bei der Praktikumssuche. Sie sollten einfach ins Begegnungscafé kommen.

Zum Schluss ging Meinders noch auf den Begriff Kompetenz ein und erwähnte, dass Kompetenzen, wie beispielsweise Teamfähigkeit, Flexibilität, gutes Sozialverhalten, Pünktlichkeit, Ordnungssinn und Sauberkeit genauso wichtig seien wie Kenntnisse in Mathematik, Physik, handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen in technischen Berufen.

Den Abschluss bildete eine kleine musikalische Darbietung: Haydi Omar spielte auf ihrer neuen gesponserten Geige drei Stücke, ein deutsches, ein kurdisches und ein arabisches Stück, die den Zuhörenden sehr gut gefielen. Ihr eigenes Instrument war auf der Flucht zerbrochen.

Am kommenden Dienstag, 21. März, um 16 Uhr findet wie gewohnt, auch zum Frühlingsanfang, das Begegnungscafé im [DATENBANK=340]Kulturwerk[/DATENBANK] statt und alle sind herzlich eingeladen.

Die Übersetzung des Textes. CJD Nienburg

Die Übersetzung des Textes. CJD Nienburg

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Erstellt:
18. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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