Prädikantin Andrea Loskot, Superintendent Martin Lechler und Pastor Bernd Niss (von links) nach dem Gottesdienst in Liebenau. Foto: Kirchengemeinde Liebenau

Prädikantin Andrea Loskot, Superintendent Martin Lechler und Pastor Bernd Niss (von links) nach dem Gottesdienst in Liebenau. Foto: Kirchengemeinde Liebenau

Liebenau 22.01.2021 Von Die Harke

Eine „poetische Predigtsprache“ gewürdigt

Andrea Loskot als Prädikantin in Liebenau eingeführt

Andrea Loskot aus Wellie ist in einem Gottesdienst mit kleiner Teilnehmerzahl in der St. Laurentius-Kirche in Liebenau von Superintendent Martin Lechler offiziell in ihr Amt als ehrenamtliche Prädikantin in der evangelischen Kirche eingeführt worden.

Pastor Bernd Niss, der den Gottesdienst geleitet hat, sowie Pastor Oliver Friedrich aus Estorf, der sie als Mentor während der Ausbildung begleitet hat, wirkten an der Einführung mit. Andrea Loskot hat in den vergangenen Jahren eine entsprechende Ausbildung absolviert. Als Prädikantin kann sie eigenverantwortlich Gottesdienste leiten, eigene Predigten halten und auch das Abendmahl einsetzen und austeilen, teilt Liebenaus Pastor Bernd Niss mit.

Begonnen hat ihr Weg auf die Kanzel vor über drei Jahren. Er habe viel von dem umfasst, was auch Pastorinnen und Pastoren lernen, damit Gottesdienstfeiern gelingen und das Predigtschreiben gut von der Hand geht. Das Erlernen der alten Sprachen und ein wissenschaftliches Studium seien ihr dabei aber erspart geblieben. Am Ende stand ein Kolloquiumsgespräch mit der Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr, das im Herbst in Hannover stattfand.

Als leitende Geistliche des zentralen Sprengels der hannoverschen Landeskirche freue sie sich über das Engagement von ehrenamtlichen Predigern und Predigerinnen genauso wie Superintendent Lechler, der bei der Einführung aus dem Eignungsbericht zitierte, dass Andrea Loskot „über eine lebensnahe und zum Teil poetische Predigtsprache“ verfüge.

Die Kirche als Aufgabenfeld sei Loskot gut bekannt aus der ehrenamtlichen Arbeit mit Senioren, als ehemalige Kapellenvorsteherin und als Ehrenamtskoordinatorin der St. Laurentius-Kirchengemeinde. Sie sei mit den Freuden und Sorgen einer Kirchengemeinde vertraut. Insbesondere die Begegnung mit Senioren sei für sie Ansporn gewesen, den Kurs zu belegen. Zuvor hatte sie als Lektorin Gottesdienste geleitet, allerdings nur mit vorgefertigten Predigten.

Im Gottesdienst am vergangenen Sonntag hat sie nach ihrer Einführung auch die Predigt gehalten. „Jetzt ist Zeit für Tulpen“, zitierte sie ihre Mutter und stellten einen großen Strauß der beliebten Frühblüher auf den Altar. „Wenn Weihnachten doch bloß haltbarer wäre“, fuhr sie fort. Sie sei überzeugt, dass die Weihnachtsbotschaft von Frieden und Menschlichkeit auch spürbar bleibe, wenn wie jetzt auf den Tischen schon wieder die Tulpensträuße stehen würde.

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Erstellt:
22. Januar 2021, 05:12 Uhr
Lesedauer:
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