Schüler aus den Klassen acht bis zehn der Marion-Blumenthal-Oberschule aus Hoya mit Lehrerin Svenja Strohmeier (rechts) und Weihnachtspäckchen für arme Kinder in Rumänien.

Schüler aus den Klassen acht bis zehn der Marion-Blumenthal-Oberschule aus Hoya mit Lehrerin Svenja Strohmeier (rechts) und Weihnachtspäckchen für arme Kinder in Rumänien.

Hoya 05.12.2019 Von Horst Achtermann

„Eine superarme Klientel“

Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya sammelt für bedürftige Kinder in Rumänien

Auch in diesem Jahr werden 150 Kinder in der Region um die nordostrumänische Stadt Bârlad von der Schülervertretung der Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya mit Geschenken zu Weihnachten bedacht. „Es handelt sich um Kinder im Alter von drei bis 16 Jahren aus zwei Kirchengemeinden, eine superarme Klientel“, sagt Lehrerin Svenja Strohmeier: „Armut, wo man hinschaut.“

„Unsere Kollegin Frau Strohmeier ist regelmäßig vor Ort, kennt die Menschen und Dörfer persönlich und hat im letzten Jahr diesen Kindern gezeigt, dass sie nicht vergessen werden“, schreibt Schulleiter Marc Badermann in seinen Informationen an die Eltern der Schulkinder. Ehrenamtlich engagiert Svenja Strohmeier sich auch in einem anderen Projekt, das mit Rumänien zu tun hat – im Tierschutzverein „Seelen für Seelchen“, den sie 2015 mitgegründet hat und der in Binnen zu Hause ist. Der Verein betreut in Rumänien Tierheime, die mit Straßenhunden belegt sind. Der Verein unterstützt die monatliche Futterversorgung von über 1200 Hunden, ihre Hütten werden winterfest gemacht, auch für die medizinische Betreuung der Hunde wird gesorgt.

Jeder Schüler gibt freiwillig zwei Euro pro Paket, in denen werden dann Geschenke im Wert von 20 Euro eingepackt. Inhalte der Pakete sind Spielsachen, warme Textilien wie Handschuhe und Mützen, im Winter sind dort an der Grenze zu Moldawien minus 30 Grad, weiter Dinge des täglichen Bedarfs wie Zahnpflegemittel, aber auch Süßigkeiten. In den Päckchen sollte sich keine Second-Hand-Kleidung oder gebrauchtes Spielzeug befinden, unterstreicht die Schulleitung.

Drei Klassen der Schule nehmen nicht teil. „Wir haben das Geld nicht über, meine Mutter und ich haben Selbstgemachtes aber gerne gegeben“, sagt ein Mädchen. Aurelia hat das Geld von ihrem Taschengeld „abgezwackt“. Schulleitung und Sekretariat beteiligen sich mit sechs Päckchen. Am 14. Dezember werden die Weihnachtsgeschenke mit einem Kleintransporter nach Rumänien gebracht. Dort werden diese vor Ort von einem Geistlichen der Kirche an die Kinder verteilt. So werden auch in diesem Jahr wieder Kinder große Augen machen, denn dort kennt man Geschenke „ohne Gegenleistung“ nicht. Eine kleine Geste könne etwas Großes bewirken in den Dörfern mit viel Elend, die teilweise ohne Strom sind, heißt es abschließend von der Oberschule.

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Erstellt:
5. Dezember 2019, 07:13 Uhr
Lesedauer:
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