Das Hinweisschild für die Blühwiese steht schon (von links): Joachim Oltmann, Evelyn Glogger, Gudrun Selent-Pohl, Wolfgang Braun und Tim Hauschildt. Foto: Heckmann

Das Hinweisschild für die Blühwiese steht schon (von links): Joachim Oltmann, Evelyn Glogger, Gudrun Selent-Pohl, Wolfgang Braun und Tim Hauschildt. Foto: Heckmann

Drakenburg 17.11.2020 Von Die Harke

Eine wertvolle Magerwiese

Am „Wassarium“ in Drakenburg entsteht eine große Blühwiese samt Insektenhotels und Nisthilfen

Der Blick über die 6000 Quadratmeter große Grünfläche am „Wassarium“ verrät noch nicht, was dort entsteht. Dafür gibt es eine Infotafel: Der Heimatverein Drakenburg legt dort – unterstützt vom NABU und dem Wasserverband „An der Führse“ – eine Blühwiese an. Zwei Insektenhotels und Nisthilfen für Vögel kommen noch dazu.

Der Heimatverein engagiert sich gegen das Insektensterben und den damit einhergehenden Bestandsrückgang der meisten Vogelarten, verdeutlicht Wolfgang Braun vom Heimatverein. „Die Wiese wird lediglich zweimal im Jahr gemäht“, erklärt seine Vereinskollegin Gudrun Selent-Pohl. „Das gemähte Gras wird abgefahren und kompostiert. Dadurch gelangen weniger Nährstoffe in den Boden und es entsteht eine wertvolle Magerwiese.“

„Um das Grundwasser hier am Wasserwerk zu schützen, haben wir im Laufe der Jahre 22 Hektar aufgekauft und aus der Bewirtschaftung genommen“, verweist Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Trinkwasserversorgung beim Führse-Verband, auf die Teiche, den Bruchwald und die Laubgehölze im Umkreis: „Das wurde vor ein paar Jahren alles noch intensiv genutzt. Wir haben das umgestaltet und mit dem ,Wassarium, einen außerordentlich beliebten Lernort zum Thema Grundwasserschutz geschaffen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass das Grundwasser vor landwirtschaftlichen Einträgen geschützt wird. Die Blühwiese passt wunderbar in unser Konzept.“

Auch Verbandsvorsteher Tim Hauschildt lobt das Engagement des Heimatvereins: „Wir werden das weiter unterstützen, auch weil Wiese und Nisthilfen den Aspekt der Umweltbildung in unserer Arbeit ergänzen. Hier wird der Zusammenhang zwischen Grundwasserneubildung, Lebensraum für Insekten und dem Überleben der Vögel deutlich werden.“

Der Wasserverband stellt die Fläche zur Verfügung und ließ auch die Infotafel aufstellen. Um die Pflege der Wiese, die Insektenhotels und Nisthilfen kümmern sich Heimatverein und NABU.

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Erstellt:
17. November 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
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