13.01.2013

Einfangen und kastrieren

Streunende Katzen in Bruchhausen-Vilsen melden

Bruchhausen-Vilsen (DH). In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen suchen zahlreiche abgemagerte und kranke Katzen in der Dunkelheit nach Futter. Und es werden täglich mehr. Denn die Vermehrung der Tiere erfolgt unkontrolliert und häufig sogar unbemerkt. Der Landkreis Diepholz hat bereits im Oktober ein Kastrationsgebot für Freigänger-Katzen beschlossen, wodurch die Überpopulation eingedämmt werden soll.

Um die Umsetzung des Gebots zu unterstützen, will die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ im Rahmen des Bündnis „Pro Katze“ im Februar so viele heimatlose Tiere wie möglich einfangen, kastrieren und wieder freilassen.

Dafür bittet die Tierschutzorganisation jetzt um rechtzeitige Mithilfe von Anwohnern und lokalen Tierschützern:Wer kennt die Aufenthaltsorte oder Verstecke der streunenden Katzen?

„Kennen Sie einen Hof, einen Parkplatz oder ein Waldgebiet, in dem viele Streunerkatzen leben? Dann melden Sie sich doch bei uns“, bittet Kampagnenleiterin Sandra Hönisch von „Vier Pfoten“. Unter der Telefonnummer (01 57) 85 62 45 09 werden alle Hinweise vertraulich angenommen. Zusätzlich zur Kastration werden die Streunerkatzen im Februar auch mit einem Mikrochip gekennzeichnet und registriert, sowie gegen Parasiten behandelt.

„Streunerkatzen sind auf unsere Hilfe angewiesen“, betont Hönisch. „Das Füttern der herrenlosen Katzen allein ist keine Lösung. Es schützt zwar vor dem Hungertod, aber nicht vor Krankheiten und Verletzungen. Wer den Tieren wirklich helfen möchte, sollte sich zusätzlich zum Futter dringend um ihre Kastration kümmern.“ Die Kastrations-Aktion in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen wird gemeinsam mit der Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen und Umgebung e.V. sowie den Tierärzten aus der Region, Dr. Sagell und Dr. Hermisson (Asendorf), Dr. Gronbach (Bruchhausen-Vilsen), Dr. Mielke (Martfeld) sowie Richter (Hoya), durchgeführt.

Die drei großen Tierschutzorganisationen „Vier Pfoten“, „Tasso“ und der Bund gegen „Missbrauch der Tiere“ haben sich im März zusammengeschlossen und das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzt sich das Bündnis für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein.

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Erstellt:
13. Januar 2013, 00:00 Uhr
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