Nikias Schmidetzki DH

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Landkreis 08.12.2018 Von Nikias Schmidetzki

Einmal kurz nicht richtig aufgepasst

Der Adventskranz auf dem Esstisch, ein Gesteck im Wohnzimmer und eine Kerze in der Küche. Gerade in der Vorweihnachtszeit gehört offenes Licht für viele dazu. Und immer wieder sorgt es für größere Flammen als geplant. Ein wachsames Auge kann vieles vermeiden. Wenn es aber doch zu Unfällen kommt, ist ein guter Versicherungsschutz gefragt. Fachleute warnen vor allem vor trockenen Adventskränzen und Weihnachtsbäumen, bei denen schon ein Funke reicht, um sie in Brand zu setzen. Und sie weisen auf Unterschiede bei Versicherungen hin. Experten der Deutschen Vermögensberatung erklären, was die Hausratversicherung im Brandfall abdeckt.

Sie greift bei Brandschäden im Wohnraum. Über die ruinierten Geschenke, den verkohlten Holztisch oder den verschmorten Computer brauchen sich Kinder und Eltern demnach keine Sorgen zu machen, denn: „In der Hausratversicherung sind prinzipiell alle beweglichen Güter abgedeckt – bildhaft also all das, was aus einem Haus herausfallen würde, wenn man es ohne Dach umdrehen und schütteln würde“, erklären die Fachleute. „Die Versicherung ersetzt dabei alle Verluste, die sowohl durch das Feuer, als auch durch das Löschwasser entstehen.“

Wenn es brennt, ist aber schnell mehr als nur der Hausrat zerstört: Wände sind fleckig, Holzrahmen oder Bodenbeläge müssen ausgetauscht werden. Schäden am Gebäude, wie beispielsweise durch Ruß, werden von der Wohngebäudeversicherung übernommen. Für Immobilienbesitzer ist in diesem Fall eine Wohngebäudeversicherung eine wichtige Absicherung. „Grundsätzlich gilt: Schäden sollten so schnell wie möglich mit einem Protokoll, Fotos und gegebenenfalls Zeugenaussagen gemeldet werden, damit der Versicherte seine Leistungen zügig erhalten kann“, heißt es von der Vermögensberatung.

Als wichtigste Regel gelte, offenes Feuer nie aus den Augen zu lassen. Wer zum Beispiel das Haus verlässt und vergisst, Kerzen auszupusten, handelt grob fahrlässig.

Das sei auch schon der Fall, wenn Essen während des Zubereitens aus den Augen gelassen wird. Entsteht in diesem Moment ein Brand, zahlen viele Versicherungen den Schaden nicht. „Damit Verbraucher nicht auf den Kosten sitzen bleiben, sollten sie einen Tarif wählen, bei dem im Vertrag ausdrücklich festgehalten ist, dass die Versicherung sämtliche Schäden auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt“, sagen die Versicherungsprofis.

Generell gilt, darauf weisen auch die Feuerwehren stets hin: Kerzen dürfen nie ohne Aufsicht brennen und nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen. Dabei sollten sie sich möglichst in standfesten Halterungen befinden und frühzeitig gelöscht werden. Vorsicht gilt nicht nur bei Kerzen. Auch beim Kauf von elektrischen Lichterketten sollten Kunden auf das Prüfzeichen des Verbands deutscher Elektrotechnik (VDE) achten.

Schönen Sonntag!

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Erstellt:
8. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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