Steyerbergs Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber und Klimaschutzmanagerin Sabine Schröder (Mitte) mit der Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter. Foto: Bundesumweltministerium

Steyerbergs Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber und Klimaschutzmanagerin Sabine Schröder (Mitte) mit der Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter. Foto: Bundesumweltministerium

Steyerberg/Berlin 01.10.2020 Von Die Harke

Einsatz für den Klimaschutz gewürdigt

Flecken Steyerberg als Masterplankommune vom Bundesumweltministerium ausgezeichnet

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Berliner Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, hat kürzlich 22 Kommunen für ihr vorbildliches Engagement für den Klimaschutz in Berlin geehrt. Dazu gehörte auch der Flecken Steyerberg als kleinste der Einheiten. Die ausgezeichneten Kommunen wurden seit 2016 über das Förderprogramm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit dem Ziel gefördert, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken und den Endenergieverbrauch im gleichen Zeitraum zu halbieren. Die Staatssekretärin überreichte eine Linde, den Baum des Jahres 2016, und eine Urkunde.

Schwarzelühr-Sutter sagte: „Die Masterplan-Kommunen sind Vorbilder dafür, wie Klimaschutz vor Ort erfolgreich gelingen kann. Dabei zeigen sie, dass Klimaschutz mehr ist als Energiesparen und auch mehr als die damit verbundene Entlastung kommunaler Haushalte. Er trägt auch dazu bei, die Lebensqualität zu steigern und zu einem regionalen Wachstums- und Wertschöpfungsmotor zu werden. Nach vier Jahren Anschubfinanzierung haben nahezu alle Masterplan-Kommunen das Klimaschutz-Management fest in ihre Verwaltung integriert. Das zeigt, wie ernsthaft sich die Kommunen des Themas angenommen haben.“

Das Förderprogramm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ ist eine kommunale Leuchtturminitiative der NKI für Kommunen, die sich durch vorbildliches Engagement für den Klimaschutz auszeichnen. „Grundlage des Prozesses bildet ein von der Kommune zusammen mit Masterplanmanagern erstellter Masterplan für den Klimaschutz, in dem Potenziale erfasst und Maßnahmen für alle klimarelevanten Sektoren der Kommune formuliert werden“, hieß es aus dem Ministerium. Die Klimaschutzmaßnahmen würden dann zügig umgesetzt.

In Sachen Klimaschutz müssen wir global denken und lokal handeln. Es ist das Thema, was über allem schwebt. Hier haben wir Pflöcke sicher eingeschlagen. Hauptziel ist aber, im Rahmen der Generationengerechtigkeit durch nachhaltiges Handeln den nachfolgenden Generationen einen noch lebenswerteren Lebensraum zu hinterlassen.

Steyerbergs Fleckenbürgermeister Heinz-Jürgen Weber

Steyerbergs Fleckenbürgermeister Heinz-Jürgen Weber freute sich sichtlich über die Auszeichnung: „In Sachen Klimaschutz müssen wir global denken und lokal handeln. Es ist das Thema, was über allem schwebt. Hier haben wir Pflöcke sicher eingeschlagen. Hauptziel ist aber, im Rahmen der Generationengerechtigkeit durch nachhaltiges Handeln den nachfolgenden Generationen einen noch lebenswerteren Lebensraum zu hinterlassen“, sagte er. Er war zusammen mit Klimaschutzmanagerin Sabine Schröder und Bauamtsleiter Frank Siedenberg, welche in der Verwaltung das „Klimaschutzteam“ bilden, nach Berlin gereist.

„Wichtig ist die Anerkennung des kommunalen Engagements und der Erfolge, die wir bereits im Klimaschutz erreicht haben und das in der ganzen Bundesrepublik. Schön war auch zu erfahren, dass sich die Vertreter der Bundesregierung und der wissenschaftlichen Begleitforschung mit uns Masterplanmanagern über zahlreiche gelungene Projekte in großen und kleinen Kommunen freuen.“ Siedenberg hob die zentrale Bedeutung von Kooperation auf unterschiedlichen Ebenen hervor: „Gut war es zu sehen, wie breit aufgestellt der kommunale Klimaschutz ist. Es waren Vertreter aus dem Bundestag, Bürgermeister, Amtsleiter und Klimaschutzmanager auf der Bühne, die die Auszeichnungen entgegengenommen haben. Allen ist die enge fachübergreifende Zusammenarbeit und der rege Austausch von Nord nach Süd, von Ost nach West wichtig, was sich wieder an den Gesprächen rings um die Ehrung gezeigt hat. Wir machen weiter.“

Vorab traf sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers mit der Delegation: „Der Flecken Steyerberg ist die kleinste Kommune in Deutschland, die in dieser Förderperiode mitgemacht hat. Ich bin stolz darauf, dass sie beim Klimaschutz eine solche Vorreiterrolle einnimmt“, so Völlers.

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Erstellt:
1. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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