Historische Züge und Menschen in historischen Kostümen waren zu sehen. Deutscher Eisenbahnverein

Historische Züge und Menschen in historischen Kostümen waren zu sehen. Deutscher Eisenbahnverein

Bruchhausen-Vilsen 18.09.2019 Von Die Harke

Eisenbahnromantik

Museumseisenbahn präsentiert Kleinbahnbetrieb vergangener Zeiten

Mit einem umfangreichen Sonderfahrplan präsentierte die Museumseisenbahn Bruchhausen-Vilsen einen originalgetreuen Kleinbahnbetrieb, wie er einmal tagtäglich auf der acht Kilometer langen Streckenführung nach Asendorf zu erleben gewesen ist. Für die Besucher bot sich auf den schmalen meterspurigen Gleisen ein lebendiges Bild. Viele von ihnen waren von weit angereist, um die Fahrtage direkt mitverfolgen zu können, teilen die Veranstalter mit. Es kamen nicht nur komplette Personenzüge zum Einsatz, sondern auch Güterzugtraktionen mit Frachtstücken, die einmal den Alltag der Bahn bestimmt haben.

Ferner waren historische Nutzfahrzeuge am Bahnhof Heiligenberg zu sehen wie Landmaschinen und Traktoren. Dazu hatte sich ein Oldtimer-Fahrzeug „Hansa“ der Marke Borgward gesellt.

Darüber hinaus zeigte der Deutsche Eisenbahn-Verein mittels aufgebockten aufgeschemelten normalspurigen Güterwagen, wie einmal der Weitertransport auf schmalen Gleisen erfolgen konnte.

Sobald ein Zug in Heiligenberg einfuhr, zog Insa Drechsler-Konukiewitz gleich die Fahrgäste in ihren Bann, in dem sie das Leben an der Bahn zur Jahrhundertwende 1900 beschrieb. Als ehrenamtliche Lokführerin ist sie während der Fahrsaison von Mai bis Oktober immer wieder mit Dampfloks auf der Strecke unterwegs.

Am Kreuzungsbahnhof Heiligenberg wurde zugleich die Stückgutverladung gezeigt. Dafür kam ein dampflokbespannter Güterzug mit Personenbeförderung auf der gesamten Strecke zum Einsatz, während an einzelnen Unterwegsbahnhöfen Rangiervorführungen erfolgten.

Um dem Bild viel Authentizität zu vermitteln, waren Fahrgäste in historischer Kleidung in den Zügen und an den Stationen zu sehen. Der Verein bedankte sich auf seine Weise, indem er die Fahrgäste „in zeitgemäßer Kleidung“ zum halben Fahrpreis an beiden Fahrtagen mitfahren ließ. Mit einem Kleinbahnvortrag zum Thema „150 Jahre Crefelder Eisenbahn“ im alten Gaswerk endete der erste Tag.

Noch umfangreicher gestaltete sich der Sonderfahrplan am Sonntag: Der Triebwagen T 42, der bis 1971 in Mecklenburg im Dienste der Franzburger Kreisbahn stand und die normalspurige Strecke der Darßbahn in Barth kreuzte, verließ gleich mehrere Male mit einem Beiwagen und Buffetwagen Bruchhausen-Vilsen, um nach Asendorf zu fahren.

Für ein weiteres Highlight sorgten Sonderfahrten mit der „Maus“, dem Wismarer Schienenbus T 41. Sämtliche Touren waren ausgebucht. Triebwagenführer Elmar Böcker stand dabei im Mittelpunkt des Geschehens.

Zufrieden zeigte sich Wolf-Jobst Siedler über den Verlauf der Aktionstage. Bereits am Samstag konnte der Vorsitzende der Museumseisenbahn ein starkes Besucheraufkommen registrieren. Sowohl die Fahrten als auch die Vorführungen seien gut angenommen worden.

Mit dem „Tag mit der Maus“ steht am 3. Oktober ein Kindertag auf dem Programm: Es gibt diverse Aktionen und Führungen durch das Kleinbahnmuseum sowie Führerstandsmitfahrten auf Diesel- und Schmalspurdampflok und Fahrten auf der Minibahn. Ferner erwartet die kleinen und großen Gäste ein besonderer Fahrplan auf der Fahrstrecke nach Asendorf.

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Erstellt:
18. September 2019, 15:26 Uhr
Lesedauer:
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