Christian Lemke (rechts) erzielte im ADAC-Opel-eRally-Cup gemeinsam mit seinem Beifahrer Jan Bemmann sein bestes Saisonergebnis. Foto: Lemke

Christian Lemke (rechts) erzielte im ADAC-Opel-eRally-Cup gemeinsam mit seinem Beifahrer Jan Bemmann sein bestes Saisonergebnis. Foto: Lemke

Waldkirchen 20.10.2021 Von Die Harke

Elektrik bremst Riedemann aus

Motorsport: Kirchdorfer bei Drei-Städte-Rallye in Waldkirchen im Pech / Christian Lemke landet auf Rang vier

Mit der Drei-Städte-Rallye stand für Christian Lemke ein weiteres Highlight in seiner Debütsaison des ersten elektrischen Rallye-Markenpokals an. Auch Christian Riedemann nahm an der Traditionsveranstaltung, die auch in diesem Jahr im Landkreis Freyung-Grafenau ausgetragen wurde, teil.

Die Rallye zählt nicht nur zur deutschen, sondern auch zur österreichischen Meisterschaft, was ihr ein imposantes Teilnehmerfeld von mehr als 150 Fahrzeugen und anspruchsvolle Wertungsprüfungen beschert.

Lemke: Knapp am Podium vorbei


Die Vorfreude auf die Veranstaltung war groß, Lemke konnte wieder mit seinem eigenen Fahrzeug an den Start gehen und wusste zu überzeugen. Die Wertungsprüfung „Peilstein“ wurde vor seinem Start abgebrochen, da ein Teilnehmer aus dem Hauptfeld einen schweren Unfall erlitt und somit die Prüfung aus der Wertung genommen wurde. Am Ende des ersten Veranstaltungstages lag er mit seinem Beifahrer Jan Bemmann auf dem siebten Platz seiner Klasse. Nach weiteren anspruchsvollen WPs konnte sich das Duo auf Rang vier vorarbeiten und es folgte der letzte Service vor der abschließenden Wertungsprüfung „Röhrnbach“.

Das Fahrzeug wurde durch Mechaniker Simon Hackmann perfekt eingestellt und das Gespann erreichte das Ziel unfallfrei auf Platz vier der Endabrechnung. Dieses Resultat bedeutete für die beiden das beste Saisonergebnis im ADAC-Opel-e-Rally-Cup, nachdem sie viele technische Probleme und Ausfälle hinnehmen mussten. „Es war großartig endlich wieder so viele Zuschauer an den Strecken zu sehen und auf dem Marktplatz als Vierter gefeiert zu werden“, berichtet der 21-jährige Lemke.

Riedemann: Zum Aufgeben gezwungen


Christian Riedemann und Beifahrerin Lara Vanneste mussten hingegen einen Rückschlag verkraften. Das deutsch-belgische Duo beendete aufgrund eines elektronischen Defekts an ihrem VW Polo GTI R5 die Rallye vorzeitig und trat somit ohne Punkte im Gepäck die Heimreise an.

Dabei deutete zunächst nichts auf dieses ernüchternde Resultat hin. Zuerst stand ein Testtag für Riedemann an, der zu seiner vollen Zufriedenheit verlief. Auch nach dem sogenannten Shakedown war er für das bevorstehende Wochenende positiv gestimmt. „Wir konnten in den vergangenen Tagen viele verschiedene Bedingungen testen. Von trockenen Pisten im Hellen bis zu feuchten Passagen in der Dunkelheit war alles dabei und wir fühlen uns gut vorbereitet“, erklärte Riedemann nach seinen Tests.

Christian Riedemann in seinem VW Polo GTI R5. Foto: Riedemann

Christian Riedemann in seinem VW Polo GTI R5. Foto: Riedemann

Die Rallye begann in Österreich offiziell mit der ersten Wertungsprüfung Peilstein. Unmittelbar vor der WP sprang Riedemanns VW Polo GTI R5 nicht mehr an. Nach einigen Handgriffen glaubte Riedemann das Problem gefunden zu haben und startete mit drei Minuten Verspätung in die erste Prüfung der Rallye. Doch schon auf WP drei fuhren die beiden die drittschnellste Zeit im stark besetzten Feld.

Schlechte Aussichten: Christian Riedemann (Mitte) betrachtet sein defektes Fahrzeug. Foto: Riedemann

Schlechte Aussichten: Christian Riedemann (Mitte) betrachtet sein defektes Fahrzeug. Foto: Riedemann

Riedemann und Vanneste wurden erneut vom Fehlerteufel heimgesucht: Diesmal ging sein Polo einfach aus. Zwar konnten sie sich nach einigen Versuchen eigenständig zum Servicepark retten, doch nach langen Gesprächen entschied man, nicht noch einmal an den Start zu gehen.

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Erstellt:
20. Oktober 2021, 16:24 Uhr
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