Arne Hildebrandt DH

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Nienburg 23.02.2017 Von Arne Hildebrandt

Elektroschrott und Stiefelkakteen

In allen 18 Klassen der Grundschulen Steimbke und Rodewald stehen bald „Stiefelkakteen“. Das sind Ständer, die wie Kakteen aussehen und an denen Schuhe oder Stiefel auf minimalen Raum aufbewahrt werden können. Hintergrund: An beiden Schulen wurde im Oktober eine Hausschuhpflicht eingeführt, um Schmutz zu vermeiden und für ein besseres Wohlfühlklima zu sorgen. Die 5924 Euro für die Stiefelkakteen sind nur Peanuts im Vergleich zu den rund 90.000 Euro, die beide Schulen für Computer, Laptops, Programme und Verkabelung benötigen. „Wir haben nur noch Elektroschrott. Das ist desaströs“, meinte Schulausschussvorsitzender [DATENBANK=2917]Ralf Daniel[/DATENBANK] (SPD) Mittwochabend in der Schulausschusssitzung der Samtgemeinde Steimbke. Beide Schulen haben aufgelistet, was sie benötigen, um auf dem neuesten Stand der neuen Medien zu sein. „Wir müssen uns IT-Kenntnisse einkaufen“, sagte Daniel. Zwar ist das Medienkonzept von Experten aufgestellt worden. Aber darüber zu entscheiden, welche Computer und welche Computerprogramme am Besten sind, überfordert die Ausschussmitglieder. Deshalb wird nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Rates und der Verwaltung, den Schulleiterinnen und IT-Experten ins Leben gerufen. Das Konzept muss zügig und geschlossen umgesetzt werden. „Denn es nützt nichts, Laptops zu kaufen, die erst genutzt werden können, wenn die Garantien schon abgelaufen sind“, hieß es. Das soll schon vorgekommen sein.

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Erstellt:
23. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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