Der Künstler Thair Al Zughaibi erzählte von seinen Gemälden und seiner Geschichte. CJD

Der Künstler Thair Al Zughaibi erzählte von seinen Gemälden und seiner Geschichte. CJD

Nienburg 10.06.2017 Von Caesar Nasser

Elend erzeugt Kunst und Kreativität

CJD-Projekt: Willkommen in Nienburg / Geflüchtete stellen in der Nienburger Kirche St. Martin Kunst aus

„Kunst geflüchteter Menschen“ ist eine Kunstausstellung in der [DATENBANK=3774]St. Martinskirche Nienburg[/DATENBANK], „Bilder erzählen von Sehnsucht, Leid und Hoffnung“. Dies ist, was der irakische Kunstmaler Thair Al Zughaibi bei der Ausstellungseröffnung nach dem Friedensgebet in Nienburg den Menschen mitteilen wollte. „Elend erzeugt Kunst und Kreativität“, diese Aussage erklärt die Realität, in der viele Menschen in verwüsteten Ländern leben, in denen Kriege und Zerstörung herrschen. Das Leben kann man nicht stoppen und Kreativität kann nicht aufhören, immer wieder wird die Sonne scheinen und immer wieder werden die Rosen zwischen den Dornen aufblühen. Dies drückt sich auch in Thairs Bildern aus, sie erzählen dem Betrachter von Schmerz, Schönheit, Magie und einer nie untergehenden Hoffnung. Die Ausstellung umfasste eine Vielfalt an Gemälden, die Thair im vergangenen Jahr gemalt hat.

„Die Lebenswege kreuzen sich immer miteinander und alle Dinge sind verbunden.“ Mit diesen Worten begrüßte Frau Schepp vom CJD die Gäste, die Künstler und die Teilnehmenden der Ausstellung. Und sie dankte allen, die diese Ausstellungsidee mit unterstützt haben, besonders Sigrid Piehl vom Kirchenvorstand der St. Martinsgemeinde.

Entstanden ist diese Idee während der Maßnahme PerFACT, die von vier Bildungsträgern aus Nienburg initiiert wurde: Esta, Deula, Rahnschule und CJD verbinden ihre unterschiedlichen Dienstleistungs- und Werkstatt Angebote und vermitteln ihr Wissen an geflüchtete Menschen. Das Esta Bildungswerk im Bereich Pflege. Die Deula vermittelt alles was mit Transport und Logistik zu tun hat. Bei der Rahnschule lernen die Teilnehmer unter anderem den Umgang mit Metall. Einige Kunstwerke sind in der Kirche ausgestellt.

In der Malerwerkstatt des [DATENBANK=626]CJDs[/DATENBANK] gibt es Grund- und Aufbaukenntnisse der Malerei. Der ein oder andere Teilnehmer hat durch diese Maßnahme einen Arbeitsplatz gefunden.

In der Malerei war auch Thair beschäftigt und hat sein Können unter Beweis gestellt. Ein Wandbild und zwei weitere Gemälde hat er in der Maßnahme Zeit erstellt.

Er bedankte sich an dem Abend bei Heike Schepp und Samir Elladawi, den Verantwortlichen der Maßnahme beim CJD für die Unterstützung, die er erfahren hat.

Er wünscht sich, dass der Erlös aus dem Verkauf der Bilder der Krebshilfe zugutekommen soll. Karim Iraki übersetzte seine emotionale Rede für die Zuhörenden ins Deutsche.

Sigrid Piehl stellte danach den syrischen Fotografen „Hussam Al-Habash“, vor. Hussam bedankte sich ebenfalls für die Möglichkeit seine Fotografien ausstellen zu können und erzählte von seinen Erfahrungen.

Viele Menschen waren gekommen und interessierten sich für die Bilder, die käuflich erworben werden können. In ein ausgelegtes Gästebuch kann man seinen Bilderwunsch mit Namen und Bildernummer eintragen. Ein weiterer Schritt Zur Verständigung unterschiedlichere Kulturen ist getan.

Die Ausstellung kann während der Kirchenöffnungszeiten täglich von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Am nächsten Dienstag findet das St. Martin-Begegnungscafé wie immer ab 16 Uhr im [DATENBANK=340]Nienburger Kulturwerk[/DATENBANK] statt. Die für diesen Termin angekündigte Lesung muss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Mehr zum Projekt: 55542

Interessiert hörten die Besucher den Ausführungen zu (oben). Der Originaltext befindet sich rechts. CJD

Interessiert hörten die Besucher den Ausführungen zu (oben). Der Originaltext befindet sich rechts. CJD

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Erstellt:
10. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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