Elf kleine Kunstwerke können ersteigert werden

Elf kleine Kunstwerke können ersteigert werden

Mia-Sophie Hofmann, Lena Krücke, Thalia Schäfer und Melia Döll (von links) präsentieren ihre Kunstwerke und hoffen auf einen schönen Erlös für die „Glückstour“ der Schornsteinfeger. Foto: Schwiersch

Der Stolz auf ihre Werke ist den vier jungen Künstlerinnen an der Nasenspitze anzusehen. Wie angekündigt, haben Mia-Sophie Hofmann, Lena Krücke, Melia Döll und Thalia Schäfer mehrere Bilder geschaffen, die sie jetzt in Langendamm präsentierten, die ab dem kommenden Mittwoch öffentlich ausgestellt werden und die ab dann in einem Zeitfenster von zwei Wochen ersteigert werden können. Der Erlös geht wie im Vorjahr an die „Glückstour“ der Schornsteinfeger; die wiederum spenden das Geld für krebskranke Kinder.

Nachdem Mia-Sophie im vergangenen Jahr noch „Einzelkämpferin“ gewesen war, hatte sie diesmal gleich drei Freundinnen mit ins Boot geholt, um die gute Sache zu unterstützen. Die Motive haben die Kinder selbst ausgesucht, haben auch komplett allein gemalt“, sagt Mama Yvonne Hofmann. „Wir haben nur ab und an kleine Tipps gegeben.“

Toller Begleiteffekt: Die Kinder hatten nicht nur Spaß am Malen, sondern entdeckten, was für verborgene Talente in ihnen schlummern. Hofmann: „Melia zum Beispiel war zu Anfang etwas unsicher, ob sie das denn hinkriegt. Aber ihr Bild ist toll geworden und am Ende war sie total stolz.“ Ein Werk ist ein Gemeinschaftsprojekt: Am „Eulenbild“ haben alle vier Mädchen mitgewirkt, ihre Hände stellen Eulen dar.

Ab Mittwoch wird Yvonne Hofmann die Bilder an ihrem Arbeitsplatz ausstellen, sie können dann im Friseursalon „Tinas Hairstyling“ im Nienburger Bruchweg 1 begutachtet werden. Den aktuellen Stand der Gebote werden ihre Chefin Tina Blanke und Yvonne Hofmann jeden Abend auf ihren Facebookseiten veröffentlichen, auch DIE HARKE wird die Aktion auf Facebook begleiten. Die Versteigerung endet am Dienstag, 23. November, um 24 Uhr.

Im vergangenen Jahr hatten Yvonne und Mia-Sophie Hofmann über zwei Bilder und eine weitere Sammelaktion bereits 365 Euro für die „Schornis“ zusammengetragen. Nun hoffen sie naturgemäß, mit elf Bildern diesen Betrag zu toppen, hoffen vor Weihnachten auf die Spendenbereitschaft der Menschen, Firmen und Institutionen.

Dazu trägt Yvonne Hofmann wiederum proaktiv bei: Sie hat parallel aus Beton kleine Marienkäfer angefertigt, bemalt – und konnte die Nachfrage kaum befriedigen. „Ich habe 200 Stück produziert – die sind alle weg.“ Bedeutet: weitere 400 Euro für die „Glückstour“.

Schlussendlich geht es der Langendammerin aber nicht allein um einen Geldbetrag. Sie betont auch die Symbolik der Aktion: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig und bedeutend, den Kindern Mitgefühl und Empathie zu vermitteln. Das gibt Kindern auch ein Selbstwertgefühl. Und sie haben gelernt, dass man auch kreativ sein kann, um etwas Gutes zu tun.“